Divelog 2004 - 2008. Neuere Tauchgaenge sind im DiveLog.


2008

Juni

29.06.2008 16:04, 101min, 44.81m (14.87m avg.), 10C, Kreidesee Hemmoor, Deutschland plot

Sonntagnachmittagstauchgang mit Joscha, am See tobt das Leben aber wir haben einen netten Tisch, relativ weit unten am E1. Wir haben Luft im Ruecken und 32er in der Stage. Es geht links runter zur Betonbombe und es ist hell, kalt und schoen, wieder mal im Kreidesee zu tauchen.

14.06.2008 11:39, 30min, 43.28m (21.32m avg.), 11C, Monastery Beach, Carmel/Monterey, California plot

Mit Andy morgens noch kurz zu Trader Joe's, Brotzeit kaufen und dann die 17 Richtung Sueden. Monestary Beach begruesst uns freundlich mit wenig Brandung, leichtem Hochnebel und einem einladenden Pazifik.

Beim Abtauchen merke ich, wie mir mein rechter Handschuh langsam volllaeuft, was sich nach einer Weile Rumwuergen am Verschluss wieder gibt. Die Sicht ist recht gut, wir sehen allerhand Schnecken und beeindruckend grosse Fische. Leider habe ich mit Plateblei (2,5kg) und 2*4kg in den Bleitaschen 2Kg zuwenig Gewicht fuer die 80cuft Pulle, daher endet mein Austauchen etwas frueher als geplant, was aber vollkommen unproblematisch ist. Alles in allem eine gelungene Aktion, auch wenn die 80cuft fuer solche Aktionen allemal zu klein ist. Es muessen einfach 'doubles' her.

Mai

25.05.2008, Diving the Escapade, Monterey, California

Got up at 5:00am and together with Doro and Emma (up for a whale watching trip) drove down to Monterey. I picked up some HP100s filled w/ EAN32 at Jonathan's garage (Hi there and thanks a lot for your help!). "Doc" Harry Wong had arranged a boat dive with the Escapade so I had to be suited up at K dock about 8:00am at least and there was no time to lose. I met Harry on scuba board and he offered to go diving with me. I met Jim, the captain of the Escapade and a bit later also Harry showed up. At 8:30 we left the harbor and headed down to Carmel - the Pacific looked like a small lake and the conditions were really nice.

First stop was "Butterfly House", named because of a wing shaped roof of a house on the scenic 17 mile drive. Near the boat were a few young dolphins playing and jumping around. We dropped down and enjoyed the structure.

  • 25.05.2008 09:30, 44min, 25.91m (18.49m avg.), 10C plot

Next stop was "Lonely Cypress", a well known landmark on the 17 mile drive (although it is just a tree...). This spot more an area to explore and it is really nice - lots of things to see.

  • 25.05.2008 11:10, 39min, 15.54m (11.69m avg.), 10C plot

We finished the day in a Japanese restaurant the Harry showed us and headed back home. Great day.

10.05.2008 10:43, 72min, 31.39m (16.66m avg.), 9C, Point Lobos/Whaler's Cove, Monterey, California plot

I made contact with some like-minded divers from the Monterey Area and in a chat Jonathan asked me if I wanted to go diving on Saturday. Sure thing! He said he had some doubles for me (HP 100s) and asked about my scooter skills. As I had none he also offered to bring a scooter for me big grin We exchanged phone numbers and arranged to meet at Whaler's Cove in Lobos at 9:00am.

So I got up at 6:00am (for a good reason I actually can get up early), loaded my diving gear into the jeep and hit the 101 southbound. At 8:30 I arrived at Lobos state park entrance and there was already a pretty long line of cars. I learnt that you have to make an appointment like 2 months in advance because only 15 dive teams are allowed per day. We were team number 14....

The Park ranger took my name, my license plate and checked my c-card. He asked my for the meaning of life and of course I replied '42' which I guess brought me one step closer to the inner circle of rangerhood.

I met Jonathan and Cynthia at the Whaler's Cove and there was already a lot going on. Many divers (most of them in wetsuits - brrrr), some geologists and many tourists. Jonathan gave a very good introduction on the external X-Scooter, we planned the dive and geared up. The tanks where filled with EAN32 so we planned for 30m / 100fsw maximum depth and a bottom time of about 30 minutes, we had no stages and Cynthia towed the backup scooter.

As we entered the water I felt that I was kind of over-weighted. The HP-100s and all together 17 pounds of additional weight were obviously a little too conservative but I wanted to be on the save side. I had a lot of gas in the tanks and wanted to have a relaxed (deco) stop.

We scootered to the end of the cove on the surface and it was tricky to avoid the dense kelp. We clipped away the scooters and descended to about 7m / 20fsw. Vis was about 2-4 feet. We checked our gear, grabbed the scooters and started our way out to the cannery point pinnacles (externalmap). The farer out we got the better the vis became. We ended up at the pinnacles, enjoyed lots of slugs, fishes and other stuff I have to learn to identify.

I was pretty loaded managing the scooter, the kelp, my trim, the surge and staying together in partially really bad vis flying through the kelp field. However, it was great fun! After the dive we enjoyed some coffee in Monterey and waited for some friends of Jonathan and Cynthia who were coming back from a BAUE boat trip with the escapade. So we ended up alltogether in a Mexican place, had some good quesadilla. After a very fulfilling day of diving I engaged the cruise control and headed back home - Thinking about getting doubles again...

Anyway - Thanks Jonathan!

04.05.2008 10:35, 47min, 13.72m (8.74m avg.), 10C, Breakwater, Monterey, California plot

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Pier action.
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Beach action.
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Pacific action.
Doro und Emma sind zum Whalewatching, daher begleitet mich Johanna nach Monterey. Johanna will sich einen netten Tag am Strand machen, ein paar Sachen fuer die Schule erledigen und habe das Tauchzeug dabei. Anschliessend planen wir einen Besuch bei Starbucks in der Cannery-Row.

Als wir um 10:00 in Monterey ankommen, ist es bedeckt und kuehl aber trocken. Es sind sehr viele Taucher unterwegs, viele Tauchschulen nutzen den Spot zur Ausbildung. Ich finde einen guten Parkplatz und komme beim Sinnieren darueber, wieviele Quarters ich in die Parkuhr schmeissen muss, mit dem Nachbarn ins Gespraech. Nach einer Weile stellt sich heraus, dass er aus Hannover kommt und wir wechseln auf Deutsch. Der Nachbar ist gerade beim Zusammenraeumen und bietet mir seinen Parkschein an - Sehr nett. Wir tauschen Emailadressen aus und verabschieden uns.

Ich baue das Geroedel zusammen und Johanna hilft mir beim Schliessen meines Trockireissverschlusses (Note to self: Der naechste Trocki hat keinen Rueckenzip!). Die Brandung ist heute etwas mehr als letztes Wochenende aber der Einstieg ist problemlos. Die Sicht ist anfaenglich bei 2m und faellt dann immer weiter bis auf 0,5m je weiter ich raustauche. Es sind dann so knapp 13m, es ist erstaunlich dunkel und die Tillytek macht sich mit 20W Birne mal wieder sehr gut.

Ich finde ein paar bewachsene Rohre am Grund, von denen ich schon gehoert hatte. Irgendwann merke ich, dass ich beim Einstellen der Peilung wohl einen 180 Grad-Dreher hatte, denn auf dem vermeintlichen Rueckweg wird der Grund nicht flacher. Hm. Egal - Ich pieke einmal sachte an die Oberflaeche, um mich zu orientieren und stelle fest, dass ich mich tatsaechlich um 180 Grad vertan habe und tauche wieder ab. Kopfschuettelnd ueber die eigene Daemlichkeit bleibe danach in 9-10m Tiefe im dichten Gruenwasser, da mich der Boden bei der schlechten Sicht nicht reizt und konzentriere mich auf die Navigation. Tatsaechlich kommt mir nach einer Weile der Boden entgegen - Aha, wir sind auf dem richtigen Kurs. Hier ist die Sicht auch mit kanpp 2m deutlich besser und ich doedel in Ruhe durch ein Kelpfeld Richtung Ufer zurueck. Auf dem Weg finde ich mal wieder einen Schnorchel - Der zweite Schnorchel beim zweiten Tauchgang an diesem Platz. Bei den Massen an Tauchschulen im Wasser allerdings auch kein Wunder. Naeher am Ufer macht sich die Brandung dann auch gut bemerkbar und da ich mir nicht ganz sicher war, ob nicht doch noch irgendwelche Felsen zwischen mir und dem Strand sind, tauche ich bei 3m Wassertiefe auf und gehe an Land.

In der Naehe vom Auto befindet sich eine Aussendusche, unter der ich mich ausgiebig mit Suesswasser verarzte - Das erspart mir das Spuelen mit dem Gartenschlauch. Den Schnorchel gebe ich wieder in dem Tauchladen auf dem Pier ab und mit dem Parkschein mache ich ein Verdutztes Paar gluecklich, dass sich in meine Parkluecke stuerzt, als wir uns auf den Weg zum Starbucks machen.

03.05.2008 12:02, 36min, 42.37m (17.99m avg.), 8C, Monastery Beach, Carmel/Monterey, California plot

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Nachdem ich letzte Woche den Tauchladen meiner Traeume gefunden habe (sie fuellen O2, He, Ar, haben Backplates und Schrauben) und zum zweiten Mal im meinem Leben Halcyon Bleitaschen fuer den Harness gekauft habe (meine ersten hatte ich in D vertickert), konnte es diesmal richtig losgehen.

Am morgen hole ich Andy in San Jose ab, wir beladen den Jeep und fahren erstmal bei einem Starbucks vorbei. Der Tag faengt schon mal sympathisch an. Um 11 stehen wir am external Monastery Beach, einer kleinen Buch, die sich suedlich von Carmel direkt am Highway 1 befindet. Es ist bedeckt und leicht diesig. Das bedeutet in diesem Falle wenig Wind und wenig Wind bedeutet wenig Welle. Das ist gut so, denn Monastery Beach ist beruechtigt dafuer, dass der Ein- und Ausstieg schon diverse Menschenleben gefordert hat. Der Strand innerhalb von 90m steil auf 20m ab und die Wellen haben eine tueckische Unterstroemung, die einem sehr leicht einfach die Beine wegziehen kann. Wenn man nicht aufpasst, wird man zum Spielball der Wellen, geraet in eine Art Waschmaschine, verliert die Orierntierung, Maske und bekommt Kies in den Lungenautomaten und ertrinkt. Dabei muessen die Wellen noch nicht mal spektakulaer aussehen.

Auch an sehr ruhigen Tagen wie es heute der Fall war, laesst man sich beim Ausstieg mit der Welle zum Ufer gewandt an den Strand werfen, krallt sich auf allen Vieren mit den Fingern im feinen Kies fest, damit man vom ablaufenden Wasser nicht wieder zurueckgerissen wird und laesst sich von der naechsten Welle wieder ein Stueck nach vorne werfen. Dann faengt man an, auf allen Vieren so lange zu krabbeln, bis der Boden unter einem trocken ist. Das nennt man hier dann den Monastery Crawl.

Abgesehen davon ist der Tauchplatz ziemlich genial.

Wir gehen am Nordende ins Wasser und schwimmen ein paar Minuten an einem Kelpwald vorbei raus, bis wir auf Hoehe von eines Felsens (Washrock) sind, der aus dem Wasser ragt. Hier tauchen wir ab und haben ca. 25m unter uns. Das Wasser leuchtet blau und die gute Sicht (15-20m) begeistert mich sofort. Wir treffen auf eine Kante aus grossen Steinbloecken und folgen der Wand langsam in die Tiefe. Es gibt viele Schnecken, Rockfishes, Seeanemonen und diverse andere Lebewesen auf den Steinen und in den Nieschen zu bewundern, deren Namen ich noch lernen muss. Die Wand selber bildet einen schoenen drop-off und faellt an der Aussenkante in die Tiefen des Pazifiks ab.

Auf dem Rueckweg betauchen wir einen Wald aus externalKelp und das ist schon eine sehr faszinierende Sache. Die Optik, die sich nach oben hin bietet ist umwerfend und in dem Wald tobt natuerlich auch das Leben. Inzwischen wird mir so langsam leicht frisch und mein Rechner bestaetigt: Es sind 8 Grad Celsius. Wir tauchen im 10m-6m Bereich aus und bewaeltigen so elegant es nur eben geht den Monastery Crawl. Dabei bekomme ich einen ziemlich heftigen Wadenkrampf an dem ich die naechsten Tage noch meine Freude haben werden...

Der Tauchplatz bietet auf jeden Fall eine Menge Potential fuer Doppelgeraete, ich waere gerne noch laenger im 30m-50m Bereich geblieben. Meine 80cuft Aluflasche war auf 10 bar runter und das finde ich bei Dekoschrammeltauchgaengen nicht wirklich sinnvoll.

Nachdem ich Andy abgesetzt habe, fahre ich noch zum Tauchladen, fuelle die Flasche und kaufe mir eine 10er Fuellkarte...

April

26.04.2008 15:14, 26min, 11.89m (7.39m avg.), 13C, Breakwater, Monterey, California plot

gone_diving
Gone diving.
Nach acht Monaten in Kalifornien ist es soweit: Am fruehen Nachmittag kommen Doro und ich nach entspannter 90 minuetiger Fahrt ueber die 101/156 in Monterey an. Doro plant, am Strand zu liegen und ich plane einen kleinen Tauchgang, um mich nach langer Trockenzeit mal wieder einzugrooven. external Breakwater ist ein sehr einfacher Strandtauchplatz, direkt neben der Steinmole des Hafens von Monterey. Hier werden am Wochenende viele Kurse durchgefuehrt, dementsprechend gut ist die Infrastruktur: Auf dem Pier gibt einen Tauchladen mit Fuellstation, Toiletten, eine Aussendusche und jede Menge Parkplaetze.

Eine Mail der ba_divers Yahoogroup meldete am Abend zuvor eine fiese Plage von Feuerquallen-aehnlichen Tieren (external black sea nettles). Tatsaechlich, die Hafenseite war voll von den Teilen und auch im Freiwasser konnte man einige dieser Quallen in der Naehe der Mole sehen. Ansonsten lagen noch einige fette Seeloewen auf den Steinen der Mole herum, strahlten eine ungemeine Traegheit aus und liessen es sich in der strahlenden Sonne gut gehen.

Ich habe meine neue Alu 80 cuft (kann ich prima in Deutschland als Stage verwenden) mit Singletank-Adaptern im Ruecken und - wie sich schnell herausstellen soll - viel zu wenig Blei auf den Harness gefaedelt. Alupulle, Salzwasser, Monokonfiguration, Trocki: Da hatte ich mit 6KG etwas knapp kalkuliert. Keine Ahnung, was ich mir dabei gedacht hatte... Also wieder raus aus dem Wasser und noch 2*1,5KG dazu gepackt. Und so komme ich zumindest einigermassen runter.

Das Wasser ist mit 13 Grad Celsius angenehm frisch, die Sicht ist mit 1-2m ziemlich uebel aber es ist hell. Der Boden faellt von 3m langsam auf 10m ab und dann kommen auch schon diverse Seeanemonen, Seesterne, diverse Quallen und andere Lebensformen ins Bild, die ich noch nicht kannte. Z.B. ein Riesenseestern, ungefaehr 80cm im Durchmesser. Irgendwann zischt etwas an mir vorbei und ich meine, die Flosse eines Seeloewens oder eines Seeotters gesehen zu haben. Kurze Zeit spaeter rammen mich fast zwei Taucher, die offensichtlich mit einem Navigationsuebung beschaeftigt sind. Nach gut 25 Minuten merke ich dann auch, dass ich mich nur noch mit Muehe auf 5m halten kann und gebe auf.

Alles in allem eine sehr gute Aktion. Wir hatten einen tollen Tag am Strand (Doro mit Buch im Sand, ich unter Wasser), meine Ausruestung funktioniert, ich weiss auch wieder, wie man sie zusammenbaut wink und wieviel Blei ich mit der Konfiguration brauche.

2007

Juli

13.08.2007 19:27, 93min, 45.42m (13.45m avg.), 8C, Hemmoor plot

Einstieg 1, heute war nach langer Zeit mal wieder die Betonbombe auf dem Programm. In den Stages haben wir frisches 50er, im Rücken die gute hamburger Pressluft. Joscha hat seine niegelnagelneue Doppel-12 auf dem Rücken, ich meine verschrumpelte, öddelige D-10 (meine neue D-12 hatte ich wieder in den Laden zurückgebracht, da ich sie nicht mit nach Kalifornien nehmen werde.).

Lockeres Eingrooven die Straße runter. Bei der Plattform merke ich, dass mein rechtes Ohr beim Druckausgleich Zicken macht. Sowas habe ich sonst nie, der Druckausgleich funktioniert bei mir normalerweise durch ein leicht angedeutetes Gähnen. Hm, hilft nix, ein paar Meter hoch. Immer noch kein erlösendes Knacken im Ohr. Schließlich flute ich die Maske ein wenig und ziehe mir frisches Hemmoorwasser durch die Nase und das bringt's dann.

Kurzer Check, dann gehen wir gemäß unseres altbewährten Tauchplanes den Hang runter und treffen auf die Betonbombe. Beim Abtauchen beschäftigt mich mein Ohr überwiegend mental, ansonsten keine Probleme damit. Die verschiedenen Sprungschichten besorgen es uns dafür aber richtig. Nachdem wir knapp 15 Minuten in 20°C rumgedümpelt sind, trifft einen der Temperaturunterschied jetzt wie eine Faust in's Gesicht.

Wir tauchen links rum und halten uns diesmal etwas mehr Richtung Seemitte. Die 45m halten wir als Limit und genießen die gute Sicht über den dünenhaften Seegrund. Bei Minute 30 machen wir uns so langsam wieder auf 30m und folgen dem leicht ansteigendem Bodenprofil. Wir haben statt der sonst eher 20 Minuten Grundzeit ungefähr nur 10 Minuten, da das Abtauchen durch mein Ohr etwas verzögert wurde und ansonsten auch eher ruhig ablief.

Kurz hinter dem Betonfundament, an dem der Flieger befestigt ist, kommen wir pünktlich zum Gaswechsel auf die 21m. Die Sicht ist fantastisch, das Licht durchaus sommerlich, hin und wieder kreutzt der eine oder andere Fisch unseren Weg und Sprungschicht für Sprungschicht wird es auch wieder mollig warm.

Die Dekostufen reiten wir eher beiläufig ab, da die Zeit wie im Flug vergeht. Über der Straße jagen wir noch kurz unsere Bojen nach oben und daddeln noch ein wenig mit den Ventilen, Ersatzmasken und Stages rum. Ein herrlicher Tauchgang! Der Kaffee-Latte von BK knallt so richtig auf die vom Crispy-Chicken zart geöffneten Geschmacksknospen und so heizen wir entspannt und gut durchgespült zurück nach HH.

Ein wenig traurig bin ich allerdings, da dieses aufgrund des anstehenden Auslandsaufenthaltes für längere Zeit mein letzter Feierabendtauchgang mit Joscha war.

25.07.2007 19:37, 128min, 41.45m (12.13m avg.), 6C, Hemmoor plot

Mit leichter Verspätung dem Büro entkommen und bei relativ unbeständigem Wetter nach Hemmoor gefahren. Es sieht nach Regen aus, aber das ist schon OK, es ist schließlich Sommer. Joscha hat seine Powershot dabei und wir haben vor, das eine oder andere zu filmen, um eine Art Rüttlerfilm zu erstellen. Statt ewiglanger Schwenks über schlammige Hänge wollen wir versuchen, sowas wie ein Konzept zu verfolgen, um spannende 2-3 Minuten Film daraus zu schneiden. Soweit die Theorie. In Hemmoor fahren wir zum E1 und ich stelle fest, dass meine Kopfhauben noch zu Hause auf der Wäscheleine hängen, da ich sie nach dem Ostseetauchgang am Sonntag tatsächlich mal ausgespült habe. Dummer Fehler. Aber Joscha hat drei Kopfhauben dabei, sodass diese kleine Imponderabilität geschmeidig abgefangen wird. Das Wetter hat sich ebenfalls entschlossen, es mit blauem Himmel zu versuchen und wir stellen fest, dass es ihm sehr gut steht.

Pressluft im Rücken, 50er in der Stage und alles prallvoll gefüllt - Dank an Kersten! Wir tauchen recht flach die Straße runter Richtung Rüttler und machen ein paar Aufnahmen am Andreaskreuz. An der Meisterbude angekommen machen wir einen kleinen Abstecher zur Treppe, filmen wieder und knöpfen uns den Rüttler vor. In der Schütte machen wir Gaswechsel und bleiben zwei Minuten auf 21m. Auf 18m turnen wir am LKW rum und quetschen uns unter dem Fahrwerk durch. Hier wird mir dann auch langsam kühl und ich freue mich auf die erste Sprungschicht, die uns auch bei 15m lauwarm begrüßt. Die Stops machen wir nach Gefühl, bei 6m signalisieren wir uns 10 Minuten. Hier und da machen wir ein paar Aufnahmen, gehen auf 3m und daddeln durch den Wald. Es ist herrlich warm, das Schweben macht Laune und so leeren wir die Stage, obwohl wir laut Luftrechner schon lange sauber sind. Wir wechseln auf das Rückengas und spielen weiter. Valvedrill, Rückwärtsschwimmen, Bojeschießen. Nach über 2 Stunden stecken wir den Kopf aus dem Wasser in Mückenschwärme. Es ist komplett windstill und überall hört man hohes Moskitosirren. Die zweite Hälfte des Feierabendbieres wird daher lieber im Auto auf der Rückfahrt genossen (Fahrer alkfrei) und die obligatorische Crispy-Chicken/Latte Kombo auf die Faust mitgenommen.

Hier ist das Ergebnis, Joscha hat das den Film geschnitten und ganze Arbeit geleistet:

Ich werde den Trocki nochmal im Schrittbereich auf Undichtigkeiten untersuchen müssen, der war mir entschieden zu nass. Ich hoffe, es war nicht das Urinalkondom...

22.07.2007, Wracktour von Kappeln mit der Wiking

Damit das Tauchzeug gar nicht erst eine Chance zum Trocknen bekommt, bin ich heute morgen um 4:00 aufgestanden, um zum Wracktauchen nach Kappeln zu heizen. Um 4:30 gehe ich in HH aus dem Haus, es ist duster und regnet Bindfäden. Hm, so hatte ich mir das eigentlich nicht gedacht. Die Wettervorhersage sagt etwas von 2-3, im Laufe des Tages auffrischend auf 5-6, 1-1,5m Welle und Sturmböen. Klingt alles in allem nicht sehr verlockend. Aber was soll's, ich habe Felix versprochen, dass ich für das Taucher-Zentrum die Fahne hochhalte und außerdem habe ich auf gut Lust auf einen Tag auf dem Wasser.

In Kaltenkirchen treffe ich Schraube und Ingo und tanke den Boliden voll. Der Kaffee von der Tankstelle kommt aus einem kleinen Automaten, der wie die Schwester von R2D2? aussieht und mir für 0,60¤ (nur abgezählt!) eine wässrige, bräunliche Flüssigkeit in einem kleinen Kaffeebecher als Latte Macchiato verkauft. Hm. So wird das nix mit dem Tag. Zusätzlich meinen Schraube und Ingo, dass jeder mit seinem Auto fahren - Aus organisatorischen Gründen. Ausserdem soll ich vorfahren, weil ich den Weg kenne. Grmpf. Der Tag nimmt einen eindeutig falschen Kurs.

In Kappeln liegt die Wiking im Südhafen, wie ich zufällig von der Brücke erspähen kann. Das bedeutet, dass Eile geboten ist, weil um 6:45 die Klappbrücke geöffnet wird und der Kahn da durch muss. Klappt alles, nur einige Kollegen aus Hamburg hatten sich auf die ausgeschriebene Abfahrtszeit um 7:00 eingestellt und gucken etwas verunsichert aus der Wäsche, als sie um 6:45 die Wiking auf der Schlei treiben sehen, fertig, um unter der Klappbrücke in den Nordhafen fahren zu können. Dort nehmen wir die restlichen Kollegen an Board und tuckern los. Irgendwann fängt es zu regnen an und in anbetracht der angesagten Wetterverhältnisse beschließen wir, zur Inga Klitt zu fahren.

Der Weg dorthin verläuft kurzweilig. Es regnet relativ kontinuierlich aber das stört niemanden so richtig, die Stimmung an Board ist gut und auf der Wiking geht es ja auch nicht um wracktauchtechnische Schmankerl sondern um einen Tag mit netten Leuten auf dem Wasser, gepaart mit zwei entspannten Tauchgängen.

Olli von Baltic Dive Centre und ich machen das Briefing und beschließen, den Kahn am Wrack festzumachen. Wir tauchen an der Shotline ab und finden außer Dunkelheit und knapp 2m Sicht nichts als Ostseeboden. Kein Wrack zu sehen. Spool rausgeholt, Olli in die Hand gedrückt und ab geht's. Ich ziehe das Festmachseil hinter mir her. Nach kurzer Zeit haben wir das Wrack gefunden und die Spool ist am Ende. Sicherheitshalber hängen wir eine zweite Spool dran, die ich ebenfalls aus der Beintasche hole. Wir machen Mittschiffs an der Boardwand des Wracks fest, und Olli geht nach kurzer Zeit wieder hoch, um einen kleinen Kurs zu begleiten. Wir trennen uns wie verabredet und ich habe für eine Weile das Wrack der Inger Klitt für mich alleine. Einmal zum Vorschiff, zurück durch die Ladeluke und um das Heck, durch das Führerhaus durch und langsam wieder zurück zur Leine. Wir hatten abgemacht, dass wir nicht so lange tauchen, damit diejenigen, die die Tauchliste führen, auch zeitig ins Wasser kommen. Nach 36 Minuten stecke ich daher den Kopf aus dem Wasser und freue mich, dass alles glatt gelaufen ist. Kaum Strömung, kaum Sicht, keine Feuerquallen und ein nettes Wrack.

  • 22.07.2007 09:46, 36min, 24.69m (16.58m avg.), 12C plot

Zum zweiten Tauchgang gehen Olli und ich als letzte ins Wasser. Wir haben das Wrack für uns und treiben uns ausgiebig an, in und unter den Aufbauten rum. Ich lasse es mir nicht nehmen, zwischen Heck und Ruderblatt durchzutauchen. Wir gehen zurück zur Festmachleine, tüdeln die Spool ab und machen die Wiking los. Weiter geht's an der Spool zur Shotline, während ich die Spool wieder aufwickle. Hier fangen dann langsam die Probleme an. Irgendwie verdaddeln wir zu viel Zeit mit dem Entknoten der Spools in 22m bis ich schließlich die Schnur der Spool durchschneide. Das Bojeschießen aus 15m geht ziemlich schief und so kommt nur eine extrem leicht gefüllte Boje an die Oberfläche. Mein Trocki gibt kaum Luft ab, weil der Unterzieher inzwischen gut mit Kondenswasser durchnässt und daher wenig gasdurchlässig ist und so kämpfe ich zeitweise auch gut mit zu viel Auftrieb. Zusätzlich stelle ich fest, dass der Rechner knapp 20 Minuten anzeigt und ich noch knapp 30bar in der Flasche habe. So wird die Deko dann auch etwas knapp abgeritten, die letzten 3 Minuten muss ich auslassen, weil die Flaschen leer sind. Dämlich, dass ich keine Stage dabei habe. Dämlich, zu viel Spass daran zu haben, am Seegrund mit Spools und anderen Dingen rumzukaspern und dabei den Luftvorrat zu vernachlässigen. Ziemlich stinkig auf mich klettere ich die Leiter zur Wiking hoch, während der Suunto rumpiept. Ich trolle mich auf die Steuerbordseite, befreie mich aus dem Doppelpack und höre in mich herein. Alles OK. Kersten dopplert und stellt auch bei mir keine Blasen fest.

  • 22.07.2007 14:19, 68min, 25.60m (16.24m avg.), 12C plot

Wieder was gelernt. Deko auslassen fühlt sich scheiße an, egal wie knapp. Wie ich später zu Hause mit GtkDive feststelle, war der Tauchgang nach reinem Bühlmann (GF 0/100) komplett sauber.

Auf dem Rückweg bessert sich das Wetter weiterhin, wir kommen und 18:15 in Kappeln an und laden ab. Auf dem Weg zurück nach Hamburg scheint die Sonne und ich kröne den Tag mit einem diesmal amtlichen Latte Macchiato und einer Toblerone von der Tanke.

20.07.2007 19:04, 109min, 44.50m (12.51m avg.), 6C, Hemmoor plot

Ausnahmsweise wurde der Mittwochsfeierabendtauchgang auf einen Freitag verlegt. Im schwül-warmen Wetter fahren wir nach Hemmoor, wo wir heldenhaft feststellen, dass wir zwar genug Geld für den Eintritt dabei haben, aber die Pullen ja auch noch gefüllt werden wollen. Jens an der Anmeldung ist entspannt wie immer und die fehlenden 4¤ werden nachgeliefert. Nächsten Mittwoch ist es ja sowieso wieder so weit.

Wir entscheiden uns heute für E2, schaffen es ohne Achsbruch über die neuen Speedbumps und rödeln unser Zeug zusammen. Es ist drückend, in der Ferne grummeln die Wolken und es fängt leicht an zu regnen. Ich habe vom Wracktauchen noch 80bar 50er in der Stage, Joschas Stage ist voll und so beschließen wir die übliche rechts-rum-Hang-runter-bei-der-Treppe-vorbei-durch-den-Rüttler-nicht-zu-viel-Deko-und-bei-120bar-zurück-Nummer.

Wir tauchen jeder für sich ab, treffen uns bei 5m. (Nach dem Tauchgang stellen wir fest, daß wir nächstes Mal gemeinsam abtauchen, um im Falle von kleinen Problemen wie z.B. Druckausgleich, undichter Handschuh, etc. sofort reagieren zu können.)

Die Sicht ist vermutlich durch den vielen Regen deutlich unter 5m. Die Sprungschichten beim Abtauchen sind deutlich spürbar, ich habe diesmal nur eine Kopfhaube und eine Lage Funktionswäsche drunter und zumindest am Kinn finde ich das 6-9° kalte Wasser zunächst etwas unangenehm. Beim Andreaskreuz entdecke ich eine Luftblase hinter dem Glas der Lampe. Ob das noch alte Luft von der Zeit vor der Flutung ist? Es wird zunehmend dunkler, denn es scheint keine Sonne und die Sicht ist immer noch ziemlich mau. Vor der Meisterbude tauchen wir links den Hang runter und mustern die Treppe eingehend. Von hier aus kann man auch den oberen Teil der untere Treppe sehen, die Sicht ist also etwas besser.

Wir steigen relativ zügig wieder zur Hangkante auf 30m auf und drehen einen Bogen zum Rüttler. In der Schütte wechseln wir beide aufs 50er, machen einen kurzen Stopp und gehen auf die Rüttlerbrücke auf 18m und quetschen uns unter dem LKW durch. Die Sicht beträgt hier ungefähr 3m. Bei 12m ist meine Stage leer und ich gehe wieder auf Pressluft, ich habe noch knapp 100bar in der Doppel-10 und der auf Luft gestellte Rechner zeigt was von 12 Minuten Deko an. Die Kommunikation läuft sehr gut, wir tauchen die Deko nach einer Mischung Fibonacci-Reihen, Pi-mal-Auge, Rechner und stellen fest, dass das ziemlich exakt mit unserem ansonsten verwendeten Tauchplan übereinstimmt, den ich immer am Unterarm befestigt habe. Zusätzlich tauchen wir mit 50er und machen den Luftrechner zehnmal sauber - viel konservativer geht es nicht mehr.

Nach einer Weile reicht mir Joscha seine Stage und so wechseln wir uns während der Deko durch den Wald tauchend alle 30-50bar mit dem 50er ab. Macht auch mal Spaß, eine Stage während des Tauchganges mehrfach hin- und herzuwechseln. Wieder bei E2 angekommen, spielen wir rum. Ich lasse meine leere Stage an der Spool steigen und befestige sie an einem Ast. Boje schießen ist inzwischen ein Selbstgänger.

Nach 109 Minuten lassen wir uns noch ein wenig auf dem Rücken an der Oberfläche rumtreiben, es regnet und ist immer noch sehr warm. Mit knurrendem Magen suchen wir erst eine Krötenspucke und anschließend BK heim - sauber durchgespült, entspannt und mit neuen Ideen für die nächsten Tauchtrips. Joscha hat mir gebeichtet, die D-12 geordert zu haben... smile

15.07.2007 15.07.2007, Wracktour von Fynshav, Dänemark

Kurzfristig habe ich mich überzeugen lassen, dass es eine gute Idee ist, Sonntag nicht auszuschlafen, sondern um 6:30 aufzustehen und nach Dänemark zum Wracktauchen zu heizen.

Um 8:00 treffe ich Schraube und Kersten in Kaltenkirchen, wir laden tonnenweise Tauchgerödel in Schraubes brandneuen Ford und machen uns zu dritt in dem Auto auf den Weg. In Fynshav treffen wir noch ein paar andere übliche Verdächtige und so tuckern wir mit sechs Tauchern an Board unter blauem Himmel auf die ruhige Ostsee hinaus, Kurs auf das Wrack der S103.

Ich habe Luft in der D-10, 50er in der Stage und tauche mit Kersten und Schraube ab. Das Oberflächenwasser ist fast milchig, die Sicht ist recht mau. Auch als wir durch die Sprungschicht kommen, wird es lediglich immer dunkler, die Sicht nicht unbedingt besser. Das Senkblei liegt gut an der Steuerbordwand der S103 und so macht sich jeder für sich auf den Weg, das Wrack zu erkunden. Was sofort auffällt ist die ungeheure Anzahl von Krebsen, die das Wrack bevölkert. Ich umrunde das Wrack langsam und sauge die Eindrücke auf - letzter Kriegstag, 32 Leute an Board, Luftangriff, 12 Überlebende,... Drohend sind die Geschütze immer noch in den Himmel gerichtet.

Mit Einsetzen der Deko mache ich mich auf den Weg zur Shotline und beginne den Aufstieg. Bei 21m wechsle ich auf das 50er und machen und mache bei 18, 15, 12 und 9m jeweils einen kurzen Stop. Bei 6m schieße ich die Boje reite die Deko ab. Obwohl ich 50er atme, mache ich den Luftrechner sauber. Der Grund dafür ist das aggressive Profil und die Tatsache, dass es zwei Dekotauchgänge an diesem Tag werden. Also lieber entspannt und konservativ.

  • 15.07.2007 11:48, 40min, 33.83m (21.42m avg.), 19C plot

Nach dem Tauchgang lassen wir uns von Kersten dopplern und ich habe so gut wie keine hörbaren Blasen.

Der zweite Tauchgang soll zum Wrack der Conny gehen. Nach 2h Oberflächenpause gehen wir zu dritt runter, finden am Ende der Shotline aber kein Wrack. Also Spool befestigt und Kreismuster gefeiert. Nach ungefähr 358° haben wir dann auch das Wrack gefunden - wäre ich mal besser links rum gestartet, aber was soll's, immerhin haben wir das Wrack gefunden. Es ist stockdunkel und die Sicht liegt bei knapp einem Meter. Kersten und ich drehen eine Runde, dann kommen wir auch schon in die Deko. Wir haben auch genug "gesehen" und machen uns mittels der gelegten Spool wieder auf den Weg zur Shotline. Gleiches Spielchen - Gaswechsel, Bojeschiessen - entspannte Nummer.

Einem Kollegen zerlegt es unter Wasser seinen Halcyon Inflator und zwar dergestallt, dass das Teil unvermutet das Wing aufpumpt und anschließend sich der Inflatorknopf unter Wasser mit einem Plopp verabschiedet. Der Betroffene, wieder heil an Board, ist sichtlich fassungslos.

  • 15.07.2007 14:48, 44min, 32.31m (19.01m avg.), 12C plot

Ein klasse Tauchtag. external Dieters Schiff macht einen sehr guten Eindruck und das Tauchen hat trotz oder gerade wegen der etwas schlechteren Sicht riesig Spaß gemacht.

11.07.2007 19:13, 123min, 43.28m (11.39m avg.), 6C, Hemmoor plot

Fast drei Monate nicht im Wasser - das ist nicht gut. Daher haben Joscha und ich den ersten gemeinsamen Mittwoch in Deutschland genutzt, um zu überprüfen, ob der Mittwoch noch hält, was ein Mittwoch verspricht.

Bei Dauerregen, tiefen grauen Wolken und ziemlich viel Firma im Kopf fahren wir mit dem silbernen Blitz (aka 307) von Joscha nach Hemmoor. Brötchen bei Krassmann, man erinnert sich an uns und wundert sich über den verregneten Sommer. Kurze Zeit später in der Anmeldung - man erinnert sich an uns und ballert unsere Flaschen hoch. Unten am See - er erinnert sich an uns und präsentiert sich von seiner besten Seite: Menschenleer.

Wir nutzen eine kurze Regenpause zum Umziehen und bauen im Regen unsere Geräte zusammen. Die Handgriffe sitzen noch und so schlurfen wir mit Luft im Rücken und mit Luft in der Stage (fürs 50er hat die Zeit nicht mehr gereicht) am E1 ins Wasser.

Die Temperatur ist mit 17°C Luft und Wasser angenehm, die Sicht ist regenbedingt ziemlich trübe, anstelle der Riesenfische am Einstieg sehen wir viel Jungfisch. Die 6m Plattform ist durch ein an Stahlseilen schwebend, schräg aufgehängte Holzfläche zwischen 4m und 6m Tiefe ersetzt worden - Interessant.

Wir gondeln der Straße entlang Richtung Rüttler, passieren die erste Sprungschicht bei 10m und eine weitere bei 20m. Hinter dem Schüttsilo wird es sonderbar dunkel und schlagartig sind wir bei 9°C Wassertemperator angekommen, Tendenz sinkend.

Der See hat uns wieder.

An der Meisterbude checken wir die Finis, stellen fest, dass alles im Plan ist und schauen bei der Treppe vorbei. "Gaswechsel" bei 21m in der Schütte, viel Rumgealbere während der Deko und die üblichen Spielchen wie Bojeschiessen, Maskenwechsel, Ventildrill etc. lassen uns nach 2h Stunden wohlig entspannt aus dem Wasser kommen.

Das war fällig.

April

18.04.2007 19:18, 92min, 45.11m (14.44m avg.), 7C, Hemmoor plot

Der übliche Mittwochsdive mit Joscha, heute mit prominenter Begleitung (hüstel), denn Derk hat sich uns angeschlossen. Punkt 18:00 treffen wir uns an der Anmeldung, holen uns ein derbes Eis raus und - schnacken. Irgendwann beschließen wir dann doch, endlich mal unser Tauchgeraffel zusammenzubauen, damit wir überhaupt noch ins Wasser kommen. Zwei Bierflaschen sehen uns aus Derks Bütt verlockend an, aber wir bleiben stark und machen uns fertig. Den See haben wir für uns allein.

Geplant ist die übliche Tour (E1, Links runter, Richtung Ponton), Pressluft im Rücken und Pressluft in der Stage (unser Gasdealer hat gerade keinen Sauerstoff). Wir tauchen los und merken merken schnell, dass wir es nicht gewohnt sind, auf einen dritten Taucher zu achten. Derks Lampe ist ungemein hell und somit auch beim passiven Signalisieren sehr dominant. Am Hang angekommen, lassen wir uns fallen und tauchen zum Silo. Von da aus geht es sehr langsam weiter. So langsam, dass wir gar nicht zum Betonfundament kommen sondern weit vorher an der Steilwand ankommen. Die Tatsache, dass keiner von uns dreien den Ton bzw. die Richtung angibt, führt mehr oder weniger dazu, dass wir auf der Stelle rumdümpeln, was wiederum auch nicht weiter unangenehm ist.

Wir tauchen bei der 6m Plattform in den Wald, um die restlichen 10 Minuten Deko abzufeiern. Derk holt was zu Trinken aus der Tasche und spielt mit uns allerlei lustige Spielchen. So muss ich mein heiß geliebtes Agir Brokk Real, das am hinteren Schrittgurt D-Ring hängt, höllisch verteidigen, damit er es mir nicht klaut. Irgendwann fummelt Derk über mir an meinen Flaschen rum und ich harre der Dinge, die da kommen mögen. Hmpf, da baumelt seine Stage an meinem Finimeterschlauch, welcher kunstvoll um meine Flaschenventile gewickelt wurde...

Ein anderes Mal kommt er mit dem Argh-ich-habe-meinen-Automaten-ausgespuckt-und-hätte-gerne-Luft-von-Dir-Blick auf mich zu geschwommen. Ich geben ihm meinen Stageautomaten aus dem Mund (ist zwar nur Pressluft, aber wir spielen 50er) und gehe auf den Backup Regler. Statt ihm einfach meine Stage komplett zu überlassen, fummele ich den langen Schlauch raus, verknote mich komplett mit Lampe, Stage und langem Schlauch, bekomme es aber wieder in den Griff und reiche ihm den Automaten. Während er den dann atmet, strecke ich ihm die Zunge raus und drehe langsam aber genüssliche meinen rechten Automaten zu.

In dem Stil albern wir noch ein wenig rum, schießen unsere Bojen und treten den Rückweg zu E1 an. Als wir die Köpfe aus dem Wasser stecken, ist es noch taghell und freundlich und kräftig fachsimpelnd bauen wir unser Zeug auseinander und weihen Derk in die Geheimnisse von BK ein - worauf er sich wiederum als profunder Kenner und Schätzer des Hot-Brownies (mit Eis!) zu erkennen gibt. Passt also hervorragend.

Ein sehr angenehmer Tauchgang, der in der Form auch dringend wiederholt werden sollte.

15.04.2007 11:19, 97min, 44.50m (13.36m avg.), 7C, Hemmoor plot

Bei dem Wetter muss man einfach Tauchen fahren. Der Rest der Familie ist unterwegs, die Flaschen sind gefüllt und der Wecker klingelt um 7:30. Harte Ansage für einen Sonntag aber es ist ja für eine gute Sache.

Joscha holt mich um halb neun ab und um nach dem obligatorischen Tankstellen-Milchkaffee sind wir um 10:00 an der Anmeldung. Es ist relativ wenig los, dafür, dass das Wochenende als galaktisches Ausflugswochenende angekündigt war.

Wir haben Pressluft im Rücken und in der Stage, da der Sauerstoff bei unserer Fülle gerade aus war. Macht aber nix, wir haben sowieso nichts Wildes vor. Die alte "E1, Straße runter und dann links den Hang runter fallen lassen"-Geschichte. Das ist einfach eine solide Nummer mit hohem Unterhaltungswert. Joscha ist jetzt auch auf dem 2-Kopfhaubentrip ("Bi-Hooding") und freut sich. Ich bin einfach froh, ins Wasser zu kommen und freue mich auch.

Bei hochsommerlichen Temperaturen rödeln wir uns an, latschen ins Wasser und tauchen ab, die Straße runter und zum Steilhang. Ein kurzer Check - alles gut. Wir schwimmen auf 10m ins Freiwasser raus, um uns anschließend einfach senkrecht den Hang herunter fallen zu lassen. Wir rauschen in 2 Minuten auf 45m runter und grinsen uns an. Für uns Langsamtaucher ist so eine Abtauchgeschwindkeit eher ungewöhnlich, macht aber Laune. Am Betonschüttsilo sind ein paar Doppelpakettaucher und erzeugen tolle Sedimentwolken. Hm. Wir geben uns kurz Zeichen, dass wir das Silo zur Seemitte hin großzügig umrunden und tauchen dem Seegrund entlang. Das Feine an dem schnellen Abstieg ist, dass man etwas mehr Zeit am Grund hat. Die Dekouhr tickt zwar sowieso, nur hatten wir sonst bei diesem Profil durch gemächliches Abtauchen schon viel früher reichlich Dekozeit angesammelt.

Da Joschas Finger mit den derzeitigen Handschuhen unterhalb 20m sehr schnell sehr kalt werden, halten wir uns Richtung Betonfundament und wechseln dahinter auf zu Übung und aus Gewohnheit auf die Stage. Die Sicht ist stellenweise sehr gut, die Sonne scheint ins Wasser und teilweise macht sich ägyptisches Feeling breit, wenn man nach oben sieht - tolle Steinformationen, dicke Forellen, gekräuselte Wasseroberfläche und knallblauer Himmel.

Die Dekostufen ziehen wir nach Schema F unseres altbewährten Hemmoor-Planes durch. Das ist mehr als konservativ, aber wir wollen ja auch gar nicht aus dem Wasser. Der Abstecher durch den Wald ist ein Traum. Wir albern rum, schwimmen und genießen. Als wir am E1 angekommen sind, machen wir noch einen flachen Abstecher zum Steg, schweben über den hellen Sand und lassen uns von unterarmlangen Forellen umkreisen. Nach etwas über eineinhalb Stunden kommen wir wohlig entspannt aus dem Wasser. Die 10°C Wassertemperatur an der Oberfläche machen gute Lust auf den noch kommenden Sommer. Die beiden Kopfhauben haben mich mollig warm gehalten. (Zu Hause merke ich, dass der obere Teil meiner unteren Kopfhaube sogar trocken geblieben ist.)

Eine C-Wurst am See, ein dicker Kaffee-Latte von BK, Buena Vista Social Club aus den Boxen und Joschas schnurrender 307 machen die Heimfahrt mal wieder äußerst kurzweilig.

11.04.2007 19:34, 85min, 43.28m (14.21m avg.), 7C, Hemmoor plot

Eine weitere Feierabendtauchaktion ganz in unserem Sinne. Joscha und ich gleiten mit dem Boliden durch den Rosengarten Richtung Stade. Mein Doppelpack müsste eigentlich nochmal hochgedrückt werden und so verabreden wir uns um 18:00 mit Jens in Hemmoor, der extra auf uns wartet und uns freundlicherweise noch an den Kompressor lässt. Klasse - die Sonne lacht, die Pullen sind prallvoll und nach dem einen oder anderen Klönschnack bauen wir unser Gerödel zusammen. Joscha hat wieder seine 3mm Aqualung Halbtrockenhandschuhe am Start und wir planen nix Wildes, nehmen aber die Stages mit. Grundidee ist Straße, Hang links runter, Betonbombe, Fundament beim Badeponton und flach wieder zurück.

Wir treffen die uns inzwischen bekannten "anderen" Feierabendtaucher, die auch einmal die Woche abends zum See kommen und ihn entspannt genießen. Wir gehen gemeinsam ins Wasser, wünschen uns einen netten Tauchgang und tauchen ab. Nach wenigen Metern merke ich, wie meine linke Hand langsam am Handgelenk Wasser zieht. Kurzes Signal an Joscha und wieder zurück. Hm. Kurz den Handschuh auf- und nochmal sauber wieder zugemacht und gut ist - alles bleibt von da an trocken. Es war die richtige Entscheidung, sofort das Problem abzustellen, denn sonst wäre das kein schöner Tauchgang geworden. So aber...

Mit trockenen Händen geht es im Sturzflug den Hang runter. Joscha und ich haben beide doppelte Kopfhauben auf und ich muss beim Abtauchen darauf achten, dass etwas Wasser unter die Haube kommt, damit der Druckausgleich "flüssig" funktioniert. Unten angekommen, sehen wir noch Tageslicht. Es ist hell genug, die Instrumente ohne die Lampe ablesen zu können. Wir tauchen die Mulden am Seegrund ab und orientieren uns so langsam Richtung Fundament, dass dann auch aus dem diffusen Dunkel auftaucht und uns seine gewundenen Armierungseisen entgegenstreckt. Spooky und doch schön. Ein Blick nach oben und der Ultralight-Flieger zeichnet sich gegen die dunkelblau schimmernde Wasseroberfläche ab. Irgendwie passt das Teil hier nicht ins Bild, aber was soll's.

Auf 21m wechseln wir auf das 50er in der Stage, ziehen eine letzte Schleife und machen uns so langsam auf den Rückweg. Mir ist keine Sekunde des Tauchgangs kalt, auch die Füße sind kein Thema. Die zweite Kopfhaube zahlt sich also voll aus. Wir tauchen an den Steilwänden entlang und freuen uns über die Optik. Irgendwann begegnen wir den anderen beiden Kollegen vom Einstieg, grüßen und ziehen unseres Weges weiter Richtung E1. An der Straße auf 4-6m machen wir unsere üblichen Faxen. Wir schießen unsere Bojen und Joscha reißt sich anschließend die Maske vom Kopf und setzt sich seine Ersatzmaske auf. Gute Idee, denke ich und mache, nachdem er seine Maske wieder auf dem Kopf hat, die gleiche Aktion. Maske runter - Scheisse! Eine kalte Faust trifft mich langsam aber sehr sicher auf die Zwölf. Damit hatte ich nicht gerechnet, dass das kalte Wasser nach wenigen Sekunden die Augen und das Gesicht so schmerzen lässt. Ich hatte das in der Vergangenheit hin und wieder ausprobiert, aber nie so, dass die Ersatzmaske dabei noch tief in der Beintasche schlummerte.

Ich merke, wie meine Atmung mit der Zeit anfängt, zu rasen und ich mir nur noch sehnlichst eine (warme!) Maske auf die Augen wünsche. Als ich endlich die Ersatzmaske in der einen Hand und die Lampe und die Boje in der anderen Hand halte, verfluche ich so ziemlich jedes Atom dieser Welt. Blinzelnd fummel ich mir die Maske zurecht und setze sie mir auf den Kopf - sitzt, passt, wackelt. Gut. Jetzt nur einfach ruhig durchatmen. Aber - Kaum ist die Ersatzmaske auf der Nase, merke ich freudig erregt, dass ich kaum noch Luft durch den Automaten bekomme. Die Stage ist leer. Offensichtlich komplett leer. Ich habe bei der Aktion ohne Maske auf dem Kopf vermutlich weit über 50bar aus der Stage gezogen. Eine schöne Demonstation, wie das Atem-Mintenvolumen bei Streß ganz schnell von 10-15 Litern/Minute auf über 50 Liter/Minute hochgeht. Ein, zwei Atemzüge später ist dann auch komplett Schluss und ich stecke mir den Primärregler der Doppel-10 wieder in den Mund. Auf dem Doppelpack sind noch 90bar und alles, was ich jetzt noch machen muss, ist, halbwegs Würde bewahrend, die Stage zu verstauen. Obwohl ich mich dabei beinahe komplett verknote und obwohl mich die leere Stage fast K.O. schlägt, gelingt das Vorhaben und zur Feier des Tages lasse ich die leere Stage am Bojenseil nach oben steigen.

Im Hintergrund funkeln die Forellen uns als wir den Kopf aus dem Wasser stecken, funkeln Venus und die anderen Sterne um die Wette. Überflüssig zu erwähnen, dass der Kaffee Latte von BK und der heute gewählte Junior Burger einen gebührenden Abschluss darstellen.

09.04.2007 Hemmoor

Mit Katharina im Hemmoor verabredet. Ostersonntag sollte es ja eigentlich nicht mehr so voll sein. Die bewährte Route durch's alte Land mit den Fantastischen 4 und mit den Beatsteaks geht schnell vorüber und am E1 angekommen stehen da ganze 2 Autos. Hm, da sind mehr Kontrolettis als Taucher unterwegs. Prompt gibt's dann auch Diskussionen, als ein Taucher mit 21/35 ins Wasser möchte, aber nicht offiziell als Trimix angemeldet ist. Das Ende vom Lied ist, dass der Kollege nach langen Diskussionen schlussendlich auch noch feststellen muss, dass er sowieso seinen Anzug zu Hause vergessen hat. Katharina, Thorsten und ich gehen unbehelligt davon ins Wasser. Die beiden in nagelneuen DUI Anzügen und ich in meinem öddeligen Northern Diver.

Straße runter, Hang nach links Richtung Ponton und wieder zurück. Am Steilhang schieße ich aus 8m die Boje und freue mich über das Reel. Was ich nicht bedacht hatte, war der Wind und so muss ich die gute Boje recht ordentlich durch's Wasser ziehen.

  • 09.04.2007 12:48, 59min, 22.56m (10.58m avg.), 7C plot

Die zwei Neoprenhauben übereinander bringen ganz gut Wärme. Noch besser ist natürlich die Currywurst mit Pommes. Wir treffen noch ein paar der üblichen Verdächtigen und schnacken beim Essen. Anschließend gehen Katharina und ich nochmal kurz ins Wasser. Die Straße runter zum Silo ist die Sicht zwar ziemlich milchig aber die Atmosphäre ist trotzdem sehr angenehm.

  • 09.04.2007 15:36, 45min, 23.77m (11.67m avg.), 7C plot

Auf dem Rückweg fahre ich Richtung Wischhafen, weil Stade gesperrt ist und biege dann aber trotzdem Richtung altes Land ab. Eine nette Route ohne Stau.

März

04.04.2007 19:25, 69min, 43.89m (11.06m avg.), 6C, Hemmoor plot

Feierabendtauchgang mit Joscha. Eine sehr angenehme Runde vom E1 aus. Der See gehört uns bei bestem Wetter alleine und wir beschließen, den Tauchgang von letzter Woche zu wiederholen. Joscha testet seine neuen Aqualung 3mm Halbtrockenhandschuhe. Weil wir nicht wissen, wie kalt seine Hände werden, planen wir keine Deko und lassen die Stages im Auto.

Im hüfttiefen Wasser umkreisen uns bereits die dicken Forellen. In der untergehenden Sonne tauchen wir genüsslich die Straße runter, biegen links zum Abhang ab und lassen uns in einem affenartigen Tempo in die Tiefe fallen. Bei 30m wird es schlagartig sehr dunkel aber die Sicht ist ansonsten großartig. Wir verweilen kurz beim Schüttsilo und Joscha signalisiert, dass mit den Händen nicht alles perfekt ist. Wir tauchen langsam den Steilhang wieder hoch und genießen die Sicht den Hang entlang zur Oberfläche.

An der 12m Plattform hole ich zwei Wärmekissen (mit Natriumacetat-Trihydrat gefüllte Kissen, die nach Aktivierung mittels eines Metallplättchens auskristalisieren und Wärme abgeben) aus der Tasche, knicke das Metallplättchen und drücke sie Joscha in die Hand. Damit kann man zwar nicht wirklich etwas aufwärmen, aber es ist zumindest angenehm, etwas Warmes in den Fingern zu haben. Zumindest wollte ich das mal ausprobieren. Das Knicken der Metallplättchen ist stellt sich als eine etwas fummelige Angelegenheit heraus, nach einigen Minuten klappt es dann aber doch.

Wir dykkern noch fröhlich durch den Wald, verfolgt von einer einzigen großen Forelle, die permanent sehr nah um uns herum schwimmt.

Zu Übung schießen wir noch unsere Bojen (was mit dem Agir Brokk Reel inzwischen richtig gut klappt) und daddeln noch ein bisschen im Flachwasser rum. Joschas Hände haben sich wieder etwas aufgewärmt, es war wohl nur in der Tiefe saukalt und oben ging es wieder. Insgesamt ein super Tauchgang, der lediglich durch die Tatsache etwas getrübt wurde, dass der übliche Pitstop bei BK ausfallen musste, weil in Stade gerade die Straße aufgefräst wurde. Wir sind dann zu McD gefahren um festzustellen, was wir an unserem BK (Crispy und Kaffee Latte) haben.

28.03.2007 19:27, 60min, 45.42m (13.79m avg.), 6C, Hemmoor plot

Erster Feierabendtauchgang seit "langer Zeit" - also ungefähr seit drei Wochen. Joscha holt mich bei NXP ab und lenkt meinen Boliden, denn ich muss noch bei einer Telefonkonferenz mitmachen. Läuft alles positiv, das Wetter ist galaktisch und so kommen wir denn auch gut gelaunt mit ein paar ordentlichen "Kraßmann"-Brötchen und einem wahnsinnig süßen Marzipan-Mandelhörnchen am E1 an.

Heute steht Joschas neuer Trocki auf dem Programm. Zusätzlich wird der neue Anzug (ein niegelnagelneuer D2G? ) von zwei jungfräulichen Camaro Halbtrockenhandschuhen begleitet.

Wir treffen noch zwei andere entspannte Gesellen am Einstieg und beschließen, den See zwischen uns Vieren aufzuteilen smile

Als wir ins Wasser gehen, ist es noch hell, wir haben Luft im Rücken und 50er in der Stage - die altbewährte Kombo. Am E1 hängen wieder viele dicke Brummer rum und wir machen noch bei Tageslicht ein paar Videoaufnahmen mit Joschas Kamera. Ein kleiner Umweg zum Hang und wir verständigen uns darauf, einen kurzen Abstecher nach unten zu unternehmen. Wir hatten aufgrund des neuen Anzuges geplant, die Straße runter zu tauchen, keine nennenswerte Deko anzusammeln, um im Falle einer zu engen Halsmanschette, kalten Händen oder einer Undichtigkeit im neuen Anzug schnell reagieren zu können.

Es läuft aber alles reibungslos, Joscha signalisiert, dass seine Hände ein wenig kalt werden, wir aber trotzdem einmal runter pieken. Der Weg nach unten macht richtig Laune, bei der Betonbombe ist noch alles beim Alten. Der Blick nach oben zeigt den Hang bei bester Sicht in der bläulichen Dämmerung. Klasse. Wir kommen leicht in die Deko, die sich während des Auftauchens aber schon wieder auflöst. Die Stage rühren wir nicht an, da wir den TG offensichtlich locker auf dem Rückengas beenden können. Auf dem Weg die Straße zurück lassen wir uns viel Zeit. Wieder am E1 angekommen werde ich von einem Fisch regelrecht attackiert. Eine große Forelle kommt mir entgegen und kann sich nicht entscheiden, rechts oder links an mir vorbei zu schwimmen. Wahrscheinlich ist das Tier durch die Lampen etwas geblendent und meint, unter meinem Kopf durchschwimmen zu können, rammt mich frontal unterm Kinn und zappelt an meinem Back-up Automaten rum, als wolle mir der Fisch an die Kehle gehen. Ich bin mir nicht sicher, wer sich mehr erschrocken hat.

Wieder am Auto angekommen, stelle ich fest, dass die Frogman abermals komplett abgesoffen ist (siehe MattzzLogBuch? vom 27.03.2007). Dabei hatte ich dem Teil noch eine Extraladung Silikonfett auf dem O-Ring verpasst. Somit hat das Teil seine Daseinsberechtigung als Back-Up Lampe verwirkt. Mistding.

Ansonsten war das Ganze ein voller Erfolg. Der neue Anzug von Joscha wir mit überaus positiven Prädikaten bedacht, die Halbtrockenhandschuhe von Camaro mit Titan-Flex-Dingenskirchens sind wohl etwas zu groß, an den Nähten undicht und somit insgesamt deutlich zu kalt, was die verhältnismäßig kurze Tauchgangsdauer erklärt. Das gilt es also noch zu ändern.

Sauber durchgespült geht es mit dem üblichen Zwischenstop bei BK, einem Crispy Chicken und einem Kaffee-Latte zurück nach HH. Ein toller Abend bei bester Pre-Sommerstimmung mit einem gelungenen Tauchgang.

24.03.2007, Hemmoor

Treffen mit der Tauchcompany Nord in Hemmoor. Irgendwie komme ich überhaupt nicht aus dem Bett und weil Stress am Wochenende sowieso überflüssig ist, lasse ich mir die gebührende Zeit (Franzbrötchen und Milchkaffee von der Tanke müssen sein!) und gondel mit Kruder und Dorfmeister durch's alte Land 'gen Cuxhaven. Der Bolide kennt den Weg.

Um kurz nach elf ist am E2 gehörig was los, die Kollegen vom Tauchgang im Plöner See sind ebenfalls da, alle normalen Parkplätze sind belegt, also muss der Bolide mit einer schmissigen Offroad-Einlage einspringen: Der linke Vorderreifen dreht ungewollt aber effektreich auf einem Maulwurfshügel durch. "Zu viel PS!" murmel ich grinsend und schaukel den Boliden über das Hindernis. Die Zeit drängt, die Kollegen stehen schon bis zum Hals in ihren Trockis. In rekordnaher Geschwindigkeit baue ich das Geraffel zusammen, tüdel das P-Valve an und springe in den Trocki. Heute probiere ich mal zwei Neoprenkopfhauben übereinander aus, um den Kopf besser zu isolieren und in der Hoffnung, das Frieren der Hände und Füße auf diese Art zu vermindern. Daher ziehe ich über die Northern-Diver Kopfhaube meine alte 7mm Cressi-Haube von meinem alten Halbtrocken-Anzug. Sieht natürlich scheiße aus, aber frieren ist auch doof.

Mit Kersten und Kay (den man, wie ich gelernt habe, definitiv mit "y" schreibt) geht's die Straße zur Meisterbude runter. Dort erwartet uns eine Wand aus Modder. Schraube und Chris sind vor uns und entscheiden sich für die Rüttlerbrücke, ich signalisiere Kersten, dass wir es links rum über den Hang versuchen sollten.

Zu unserer Freude hört die Modderwolke wie mit dem Lineal gezogen am Abhang auf und bei ziemlich guter Sicht gehen wir den Hang runter und statten der unteren Treppe einen Besuch ab. Von da an geht's noch weiter Richtung E4 und zwar über die Zwillingsrohre hinweg bis zu der Boje, die an einem waagerechten Träger in einer Art kleinem Graben befestigt ist. An der wunderschönen Steilwand geht es dann wieder zurück. Wechsel auf das 50er und oberhalb des Rüttlers durch den Wald. Ich tauche die Dekophase nach der bewährten RT-Table aus und schieße bei 6m den Hebesack. Kersten und Kay tauchen noch weiter Richtung E2 aber ich tauche alleine rum weiter, spiele lieber ein bischen rum und mache den Luftrechner auf 3m sauber. Dabei hänge ich lange Zeit in einem satten Schwarm aus 30-40cm großen Forellen und die Sonnenstrahlen flirren durch's Wasser. Nach 80 Minuten ist es dann auch gut und ich komme so richtig schön entspannt aus dem Wasser. Erstaunlicherweise war mir tatsächlich insgesamt deutlich wärmer. Die beiden Kopfhauben haben sich bewährt.

  • 24.03.2007 11:58, 82min, 51.21m (16.37m avg.), 6C plot

Kurz bei Jens die D-10 füllen, essen, schnacken und langsam wieder aufrödeln. Nach gut 2h Oberflächenpause hüpfen Schraube, Chris und ich nochmal rein. Es geht den Hang links Richtung Betonbombe. Die Sicht ist toll. Wir ärgern ein paar Krebse und schweben den Steilhang entlang. Wenn man nach oben blickt, sieht man Taucher an der Kante gegen die Sonne, ein schöner Anblick. Nach ein wenig Rumalbern geht es wieder zurück. Ich schieße aus Bock und zur Übung nochmal eine Boje und schicke die leere Stage am Bojenseil nach oben. Das Agir Brokk Reel macht richtig Laune.

  • 24.03.2007 15:28, 50min, 34.44m (16.81m avg.), 6C plot

Ein toller Tauchtag bei bestem Wetter und netten Leuten. Die Rückfahrt führt automatisch über den Kaffee-Latte von BK entspannt nach HH zurück. Ein Parkplatz vor der Tür, der Geruch nach selbstgemachter Pizza und ein perlendes dunkles Erdinger Hefe - was will man mehr?

18.03.2007 11:18, 73min, 29.87m (12.29m avg.), 6C, Hemmoor plot

Bevor die Urlaubswoche zu Ende geht, wollt ich schnell nochmal ins Wasser. Elke aus der DG hat sich spontan als Buddy angeboten - Also warum nicht?

Bei bestem Sturm, Regen und mickrigen 7°C geht's nach Hemmoor zum E1, wo wir uns treffen. Elke geht mit D7/300 und ich mit meiner D10 (beide auf Luft) ins Wasser. Bis auf ein paar Tauchkurse ist relativ wenig los, das Wetter ist auch nicht wirklich einladend. Dafür zeigen die Monsterforellen am E1 gut Präsenz und schwimmen majestetisch um uns herum.

Straße runter Richtung Rüttler. Wir verabreden, den Rechner von der Deko fern zu halten und so halten uns an die obere Straße und freuen uns an den unterschiedlichen Sichtweiten, teilweise sind es gut 15-20m. Am Rüttler angekommen gehen wir beim LKW dann in den Wald, wo zwischenzeitlich auch mal die Sonne ein paar Lichtstrahlen rein wirft.

Der Weg zurück wird abermals von der einen oder anderem Riesenforelle begleitet, im Wald sind teilweise hervorragende Sichtverhältnisse mit tollem Licht. Ein entspannter Tauchgang, umso mehr, als es über Wasser inzwischen teilweise recht heftige Sturmböen gibt und es somit etwas ungemütlich wird.

13.03.2007 16:05, 30min, 16.15m (6.99m avg.), 6C, Hemmoor plot

Nachmittagsdive bei allerbestem Wetter mit Doro. Nachdem sie im letzten Juni das letzte Mal unter Wasser war, lassen wir es besonders entspannt angehen, denn die Sonne scheint. Ausser einem GUE-Kurs ist auch kaum was los und wir sind somit alleine im Wasser. Am E1 brodelte das Wasser lediglich durch die dicken Forellen, im Wald scheint angenehm die Sonne und nach 20 Minuten sind Doros Hände hinreichend eiskalt. Zeit zum Umkehren, Kaffeetrinken und durchs alte Land nach Hause fahren - Schöner Ausflug.

11.03.2007, Hemmoor

Mit Kersten und Kay bei strahlendem Sonnenschein in Hemmoor getroffen. Es war gar nicht mal so voll wie ich es erwartet hatte. Hier und da standen an den Einstiegen ein paar Autos aber alles in allem eine enspannte Nummer. Ein paar übliche Verdächtige waren ebenfalls am Start. (Schönen Gruß an dieser Stelle auch an Jörn aus Hamburg smile )

Beim ersten TG sind wir beim E2 rein, die Straße Richtung Rüttler und an der Meisterbude über die Kante zur tiefen Treppe (mit 21/35 und 50er in der Stage). Hinterm Rüttler unter der Brücke durch und dann Richtung E1, wo ein Schwarm dicker Saiblinge (?) stand. Sehr nett. Deko war mit 25 Minuten nicht wild aber wir hatten abgemacht, die (Luft-)Rechner auch mit EAN50 sauber zu machen. Das Wasser war mit 6° an der Oberfläche ja geradezu sommerlich warm...

  • 11.03.2007 12:31, 83min, 51.51m (16.08m avg.), 5C plot
    Anschließend eine Brotzeit in der Sonne und ein kurzer Kaffe/Klönschnack bei Jens und nochmal kurz ins Wasser für einen "Absacker" Tauchgang, um die Pullen zu leeren.
  • 11.03.2007 16:06, 31min, 16.15m (9.39m avg.), 6C plot

07.03.2007 19:04, 75min, 44.20m (16.69m avg.), 5C, Hemmoor plot

Feierabendtauchgang mit Joscha. Treffen am Rasthof Wilstorf, kurz noch ein paar belegte Brötchen und superleckeren Butterkuchen bei Frau Kraßmann rausgeholt und ab zum E2. Heute wollten wir mal unser bewährtes Profil vom E2 Richtung Rüttler, an der Meisterbude auf 45 zur Treppe und via Rüttler zurück. Im Rücken gibt's lecker Pressluft und in der Stage ein nettes 50er.

Beim Umplünnen merke ich, dass meine Wollsocken zu Hause liegen. Grrr. Joscha leiht mir kurzerhand seine eigenen und zieht stattdessen seine Unterziehersocken an. Die Teile sehen wahnsinnig warm aus, sind sie aber nicht (wie Joscha nach dem Tauchgang feststellt).

Als wir gerade im Trocki sind, holt uns ein Schauer ein, der uns jetzt auch egal sein kann. Beim Einstieg merkt Joscha, dass sein Finimeter-Swivel blubbert. Wir ändern unseren Tauchplan kurzerhand so um, dass wir auch ohne Stage locker auskommen.

Beim Abtauchen ist es fast dunkel, die ersten dicken Brummer begrüßen uns bereits unter der Plattform und die Sicht ist eines Nachttauchganges durchaus angemessen. Unterhalb 35m klart die Sicht weiter auf und bei der Treppe geniessen wir das Panorama der Steilwand. Ich frage Joscha nach seiner Stage und er signalisiert mir, dass alles im grünen Bereich ist und so dykkern wird langsam die Wand hinauf zum Rüttler. In der Luftblase versucht mir Joscha was zu sagen, was ich aber aufgrund der seltsamen Akkustik nicht verstehen kann. Es scheppert einfach alles zu laut.

In der Schütte wechseln wir auf die Stage, tauchen unter dem LKW durch und beginnen mit der Deko. Die Kommunikation mittels Handzeichen, auf welcher Tiefe wir wie lange bleiben, klappt so einigermaßen. (Der Dekoplan wird kuzerhand von unserem altbewährten Profil übernommen und spontan umgerechnet, was auf jeden Fall die konservativere Wahl ist.) Ein wenig mehr Übung, was vier waagerecht gehaltene Finger bedeuten, schadet auf jeden Fall nicht.

Das P-Valve (bzw. die overboard discharge unit - ODU) performt unglaublich. Wenn das Wasser in dem See früher mal blau war, ist jetzt auch klar, warum es inzwischen grün ist.

Bei 6m angekommen, schießen wir abwechselnd unsere Bojen, wobei der andere jeweils als Tiefenreferenz dient, an der man sich aus dem Augenwinkel hervorragend orientieren kann. Läuft alles glatt aber auch hier schadet regelmäßiges Üben nicht. Bojeschießen ist gut gegen Frieren und hilft auch so hier und da.

Nach 75 Minuten ist es dann auch gut. Joschas Rechner mault noch, der Vyper ist knapp clean (auf Pressluft). Ein wenig Rumdümpeln an der Oberfläche muss natürlich noch sein, bevor es zurück ans Einpacken und (natürlich) zum Cafe Latte zu BK geht.

02.03.2007 19:44, 68min, 17.98m (8.88m avg.), 4C, Plöner See plot

Nach der Arbeit nach Hause, Zargeskiste und D-10 ins Auto und mit Joscha ab nach Plön. Dort treffen wir Schraube und Konsorten und machen uns bereit für einen kleinen Nachttauchgang.

Der Plöner See ist stellenweise über 50m tief, zu sehen gibt es dort aber nichts, so wurde uns berichtet. Sehenswürdigkeiten bilden die vielen Fische und der reichlich vorhandene Zivilisationsmüll im Bereich zwischen 5m und 15m. So ist die Ansage denn auch, an der Kante auf 10m entlang zu tauchen, einmal kurz auf ca. 20m und dann auf 5-7m wieder zurück.

Die Sicht beträgt 2-4m, was für einen Nachttauchgang vollkommen ausreicht. Wir tauchen einer Dreiergruppe hinterher, z.T. durch Wolken aufgewirbelten Sediments. Uns begegnen viele kleine Hechte und ein paar Flussbarsche und jede Menge unglaublicher Unrat. Schuhe, Teekannen, haufenweise Bierdosen, eine Waschtrommel, diverse Ruder und viele andere z.T. nicht identifizierbare Gegenstände.

Ich schnappe mir einen Becher, der zwar von Muscheln bewachsen aber ansonsten heil und noch nicht einmal hässlich ist.

Nach etwas über einer Stunde kommen wir aus dem 4°C kalten Wasser, z.T. sind die Füße auch schon etwas kalt. Der gemeinsame Abend endet nach einen Klönschnack in einem Mc Donald in Eutin bei einem heissen Kaffee. Nachdem diverse Pläne potentieller Tauchaktivitäten besprochen wurden, verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg zurück nach HH. Natürlich nicht ohne den obligatorischen Becher Kaffee.

Februar

24.02.2007, Hemmoor

Treffen mit Maikel und Natascha, die ich Oktober 2005 in Ägypten kennengelernt hatte und durch Zufall virtuell in dem Forum external"Divinggroup" wiedergetroffen habe. Für den Fall, dass es sie mal in den Norden verschlägt, hatten wir uns in Hemmoor verabredet und so trafen wir uns mit perfektem Timing um 10:30 in der Anmeldung, um ein paar Tauchgänge zu unternehmen.

Der Erste Dive ging am Badeponton rein, geradeaus runter auf 25m und dann nach links zum Fundament, an dem der Flieger befestigt ist. Von dort aus dann an der Steilwand entlang zum E1. Ich hatte heute endlich die Gelegenheit, die neuen Turtles zu nass zu machen und ich bin sehr begeistert. Da Natasha anfing zu frieren, haben wir den TG nicht länger ausgedehnt als nötig.

  • 24.02.2007 11:26, 36min, 28.96m (13.77m avg.), 5C plot
    Wir holen uns einen Kaffee von der Anmeldung schmieden Pläne für die weiteren TG, als uns jemand anspricht, ob wir ihn evtl. mitnehmen könnten. Kein Problem. Natasha setzt einen TG aus, um sich wieder aufzuwärmen und so nehmen Maikel und ich Markus mit. Wir machen vom E1 einen Besuch bei dem Schüttsilo auf 22m und tauchen durch den Wald zurück. Am E1 wimmelt es geradezu von 30-40cm grossen Forellen.
  • 24.02.2007 13:11, 38min, 22.56m (12.04m avg.), 5C plot
    Dann sind unsere Pullen auch leer und wir füllen bei der external Dive Station wieder auf. Der letzte Tauchgang des Tages geht zum E3, um den Rüttler zu betauchen. Maikel und Natasha waren zwar vor ein paar Jahren schon mal da, aber das waren Ausbildungstauchgänge. Am LKW vorbei, durch die Schütte, in den Rüttlerkeller und dort ein kleiner Besuch in der Luftblase, raus ins Grün, unter der Brücke durch und eine Schleife Richtung E2 durch den Wald zum Austauchen.
  • 24.02.2007 15:58, 44min, 31.70m (11.96m avg.), 5C plot
    War ein sehr schöner Tauchtag. Da es recht windig war (untypischer Ostwind), war die Sicht zwischen 5m und 15m recht schwankend.

Januar

31.01.2007 19:44, 92min, 45.11m (15.31m avg.), 6C, Hemmoor plot

Mitwochsfeierabendtauchen in Hemmoor. Diesmal heizen wir mal wieder im Sprühregen und bei ziemlich viel Wind los. Als wir in Hemmoor ankommen, fallen wir als erstes über die belegten Brötchen vom Marktkauf her, ziehen uns in der Umkleide die Trockis an und rödeln auf. Als wir ins Wasser gehen reißt der Himmel auf und ein ziemlich voller Mond steht gleißend hell am Himmel und blendet uns. Uns wird klar - die Lampen werden wir heute nicht viel brauchen.

Mit 50er in der Stage und Luft im Rücken geht's im bewährten 10@10m, 30@45m, 10@30m Profil zur Betonbombe. Dort unten lauern eine Menge Fische verschlafen auf dem Grund und so tauchen wir auf Zehenspitzen weiter, um niemanden zu wecken. Alles ist entspannt, alles ist smooth und so kommen wir am Betonfundament an, an dem der Flieger befestigt ist. Diesmal wollen wir von dort direkt nach Westen den Hang hoch um uns die Stelle zu merken, wo der Flieger zu suchen ist, wenn wir mal wieder nachts am Hang durch urch den See jagen und den Flieger suchen. Wir wechseln auf 21m auf' 50er, sind gut im Plan und dödeln entspannt zurück. Evtl. sogar ein wenig zu entspannt, denn heute wird uns beiden recht kalt. Irgendwann schalten wir die Lampen aus und genießen die Deko im Mondlicht. Es ist so hell, dass man problemlos auf 6m den Rechner ablesen kann. Im Hintergrund kann man schemenhaft den einen oder anderen recht großen Fisch sehen und die sich kräuselnde Wasseroberfläche wirft nette Schatten.

Weil die Atmosphäre so unglaublich ist, lassen wir die Lampen auch aus, als wir den Gaswechsel und den Valvedrill machen und auch beim Schießen der Boje ist das Mondlicht vollkommen ausreichend. Bei sternenklarem Himmel kommen wir aus dem Wasser, holen uns einene Crispy/Latte von BK und gleiten gut durchgespült im Boliden durch die Nacht 'gen Hamburg zurück.

24.01.2007 19:08, 101min, 35.66m (13.00m avg.), 6C, Hemmoor plot

Therapeutisches Feierabendtauchen in Hemmoor nach einem teilweise echt beschissenen Tag in der Firma. Umso besser, dass wir um 16:00 über's alte Land (bei Licht!) Richtung Cuxhaven gondeln. Das Tauchzeug ist zum Teil noch nicht mal trocken geworden. Kaffee von der Tanke, Brötchen von "Kraßmann" und Pressluft in den Pullen - eine gute Grundlage für einen netten Dive.

In Hemmoor ist es inzwischen dunkel, tierisch kalt (ein paar Grad unter Null) aber trocken. Der Plan: Ohne RT einfach eine entspannte Rüttlernummer vom E1. Ein bisschen Deko darf's gern sein aber wir gehen eher von einem etwas kürzeren Tauchgang aus, da die Temperaturen nicht gerade für ein überlanges Verweilen im Wasser einladen.

Joscha hat seine neuen Turtle-Fins am Start, ich mein Agir Brokk Reel. Wir planen, insbesondere auf dem Rückweg etwas zügiger zu tauchen, damit wir in Bewegung bleiben und nicht so schnell frieren. Am Ende des Tauchgangen planen wir dann ein paar Übungen über dem Steilhang (Gaswechsel, Ventil-Drill und Bojeschießen). Dabei wollen wir darauf achten, uns stationär gegenüber zu positionieren und die Aufgaben nacheinander durchzuführen, ohne dabei die Tiefe oder die Position zu verändern. Der andere dient dabei als Referenz.

Klappt alles wunderbar. Ich tauche bereits mit kalten Füßen und ohne angeschlossenen Trocki-Inflator ab, was ich aber mit der linken Hand blind behebe und mir meinen Teil denke. Super pre-Check. Auf 5m überprüfen wir unsere Ausrüstung nochmal und düsen los. Die Sicht ist recht unterschiedlich, was bei der Dunkelheit aber sowieso keine große Rolle spielt.

An der Meisterbude albern wir an den Gitterstäben rum und auch in der Blase vom Rüttler machen wir diversen Blödsinn. Der Gaswechsel am LKW klappt zügig und reibungslos und so geht es dann auch schon durch diverse kleine Wäldchen Richtung E1 zurück, nicht, ohne von diversen großen Lachsforellen gegrüßt zu werden.

Die Übungen bei 6m im "Freiwasser" verlaufen bei uns jeweils vollkommen entspannt und reibungslos. Lediglich der sich stur ankündigende Wadenkrampf während des Bojeschießens hat etwas genervt. Das Lichtspenden ohne zu blenden wird nächstes Mal sicher auch besser klappen.

Als wir nach 100 Minuten aus dem Wasser kommen, sind unsere Füße so richtig kalt und es zieht sich auch schon langsam eine Eisschicht über unsere Ausrüstung. Als der Trocki auch langsam anfängt einzufrieren, sehen wir zu, dass wir aus den Klamotten kommen... Auf der Rückfahrt haben wir den ersten Kontakt mit dem "weißen Tod", wie die gemeine Schneeflocke in Hamburg gerne interpretiert wird.

Der Chicken-Crispy und der Kaffee-Latte wirken sofort und gut entspannt geht ein weiterer Tauchabend in Erfüllung.

21.01.2007 Hemmoor, E2

Um 02:00 ins Bett, um 8:00 wieder hoch - für einen guten Zweck - Dykkern, diesmal mit "Foo Fighers - Skin and Bones". Schraube knickt nach einigem hin-und-her und es ist Kays Hartnäckigkeit zu verdanken, dass sich zumindest ein Teil unserer Helden auch bei Regenwetter an den See wagt.

Als ich ankomme, ist noch keiner da, also nutze ich die kurze Regenpause und ziehe mich um. Gut so, denn kaum bin ich im Trocki, fängt es wieder an zu regnen. Leider klafft mein Rückenreißverschluss ziemlich offen, also ziehe ich mir erstmals den Rückenzip vorsichtig selber zu - man ist ja schließlich gelenkig.

Später kommen dann Kersten, Kay und Michael und auch Titus lässt sich zufällig blicken, also hopsen wir gemeinsam ins Wasser. Netter, entspannter Dive unter der Rüttlerbrücke durch. Ich spiele mit meinem neuen Agir Brokk Reel an einem Baum rum und bekomme ein erstes Gefühl, worauf zu achten ist. Megaschickes Teil. Spaßeshalber probiere ich das Reel am hinteren D-Ring aus, aber da nervt es, also kommt es wieder an den linken D-Ring.

  • 21.01.2007 12:24, 62min, 34.14m (14.07m avg.), 7C plot

Zwischendurch gibt's Kaffee bei Ulf, anschließend noch ein kleiner Dive zum 23m Schüttsilo, leider mit 2Kg zu wenig Blei - die doppelte Lage Funktionswäsche zollt ihren Tribut.

  • 21.01.2007 15:38, 37min, 22.86m (13.05m avg.), 7C plot

17.01.2007 19:10, 83min, 43.59m (14.08m avg.), 7C, Hemmoor plot

Damit das Tauchzeug gar nicht erst trocken wird, steht heute mal der seit langer Zeit geplante simulierte Tauchgangsabbruch aus 43m Tiefe an. Ziel der Übung ist, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie lange es bei einem Problem in maximaler Tiefe dauert, bis man eine bestimmte Phase des Aufstiegs sicher abgeschlossen hat. Dazu wollen wir im freien Aufstieg ohne Referenz möglichst zügig mit 10m/min. auf 21m aufsteigen, 2 Minuten stoppen (um ggfs. auf ein Dekogas zu wechseln) und anschließend mit einer Minute Stopp auf 18m auf 15m zur Steilwand zu tauchen.

Da es während des gesamten Tauchgangs stockdunkel sein wird, steht also erstmal die Tiefenkontrolle auf dem Programm, anschließend die Orientierung zum Steilhang. Deko ist für diesen Spaß nicht geplant.

Das Abtauchen macht wieder einmal riesigen Spaß, die Betonbombe erscheint aus der Schwärze der Nacht und wir genießen die verhältnismäßig gute Sicht hier unten. Nach ein paar Minuten geben wir uns das verabredete Zeichen zum Auftauchen. Der Aufstieg auf 21m dauert ungefähr 5 Minuten, wobei wir zwar unsere Geschwindigkeit gut kontrollieren und gut zueinander positioniert sind aber uns auch gemeinsam fast zweimal komplett im Kreis drehen (das Seil der Betonbombemboje kommt zweimal vorbei). So mal eben mit 10m/Min. aufzutauchen fällt uns offenbar schwer, wir sind nur halb so schnell, wie wir im Notfall sein müssten bzw. könnten. Die Stops verlaufen wie geplant und auf 15m lassen wir unsere Kompasse leuchten, die uns dann auch zielsicher Richtung Süden durch das grün-schwarze Nichts zum Hang führen. Es macht Laune, irgendwo ohne optische Referenz nachts durch den See zu tauchen und dabei möglichst die Tiefe konstant zu halten.

Wir hatten vorher abgesprochen, dem Segelflieger noch einen Besuch abzustatten, der Fällt aber aus, da wir ihn schlichtweg nicht finden. Wir kehren daher um, gehen auf 12m und auf 9m, wo ich meine Boje schieße. Alles klappt super, nur die Schlaufe der Reepschnur, durch welche die Spool geführt wird, will sich mit den Trockenhandschuhen mal wieder nicht öffnen. Es dauert einfach zu lange. An der 6m Plattform versuchen wir noch, die Automaten vom Doppelpaket zum Vereisen zu bekommen, aber das gelingt uns nicht. So viel Druck ist auch nicht mehr auf den Pullen, insofern werden wir das wohl nochmal am Anfang eines Tauchganges ausprobieren. Wir wollen einfach gerne mal in der Situation sein, einen wirklich vereisenden Automaten abdrehen zu müssen, um auch dafür ein Gefühl zu entwickeln.

Wieder mal ein klasse Tauchgang nach Feierabend. Crispy Chicken und Cafe Latte inklusive.

14.01.2007 Hemmoor, E2 mit der Tauchcompany Nord

Die Tauchcompany Nord trifft sich am E2 in Hemmoor. Ich wäre zwar beinahe nicht aus dem Bett gekommen, aber nach einem Milchkaffee von der Tanke und einem paar Franzbrötchen, begleitet von den "Eagles of Death-Metal", lenke ich den Boliden Richtung Cranz/Stade/Cuxhaven durchs alte Land. Es ist sehr windig und kalt, aber trocken und die Sonne lässt sich häufig blicken. Schraube ist ungewohnt pünktlich, Schraders und Freytags folgen.

Den ersten Tauchgang mache ich mit Schraders im Team, entspannt wollen wir zur Meisterbude und ggfs. einen Abstecher zur Treppe, je nachdem, wie es gerade läuft. Apropos laufen: Mir läuft permanent die Maske voll (nicht rasiert) und irgendwann lacht mich Marianne dafür unter Wasser aus. Ich ziehe den Automaten aus dem Mund und strecke auf's Gehässigste die Zunge raus, worauf Ihre Maske ebenfalls voll läuft. Ansonsten freuen wir uns über die 3-10m Sicht. Am E2 zurück, hole ich die Boje aus dem StoragePack und schieße sie gepflegt nach oben. Dabei sinke ich von 6m auf 9m ab, was nicht sein sollte. Ich habe noch ca. 10 Minuten Deko auf der Uhr und merke nach den Schießen der Boje, dass 2Kg Blei mehr eine gute Idee gewesen wären. Ich habe doppelte Lagen Funktionsunterwäsche an, sowie einen Neopren-Nierengurt - das macht sich bleitechnisch bemerkbar. Geht aber alles glatt, ich mache den Rechner sauber und stecke nach knapp 70 Minuten den Kopf aus dem Wasser.

  • 14.01.2007 12:00, 67min, 41.76m (17.33m avg.), 6C plot
    Für den zweiten Tauchgang stecke ich mir jeweils ein Kilo Softblei in die Taschen vom Unterzieher. Außerdem leiht mir Thomas seine Turtle-Fins, die im Vergleich zu meinen Avanti Quattro deutlich mehr wiegen. Den Tauchgang mache ich mit Titus, der sich uns angeschlossen hatte. Entspannte Nummer: Wieder zur Meisterbude, Rüttler und durch den Wald zurück. Unter Wasser treffen wir noch Matt Pfister, worauf bei der Abfahrt natürlich noch ein Klönschnack am E1 fällig ist.
  • 14.01.2007 15:53, 47min, 35.05m (18.30m avg.), 7C plot
    Angenehm durchgespült geht es mit "Wolfmother" zurück nach HH, einen Cafe Latte von BK und die restlichen Franzbrötchen vernichtend.
E2

10.01.2007 19:32, 86min, 35.36m (14.08m avg.), 7C, Hemmoor plot

16:00 Uhr, Feierabend für heute. 16:02 fängt es an zu regnen und Joscha und ich machen uns durch teilweise heftigen Regen auf den Weg nach Hemmoor. Als wir (nicht ohne ein paar belegte Brote zu holen) dort ankommen, ist es trocken aber sehr windig und mild. Wir werfen unseren Eintritt in den Briefkasten, ziehen uns bequemerweise in der Dusche unsere Unterzieher an und fahren zum Einstieg 1, wo wir erstmal die Brötchen vernichten. Als ich die D-10 auf den Tisch packe, fängt es an zu regnen - und zwar richtig. Zack, schnell wieder ins Auto, damit sich der Unterzieher nicht vollsaugt, sonst wird der Tauchgang kalt. Tja, da sitzen wir dann gut 30 Minuten im Auto, es blitzt, donnert, gießt in Strömen und stürmt. Als wir schon der Meinung sind, dass sich wohl eingeregnet hat, wird der Regen etwas weniger und wir ergreifen die Chance und springen in unsere Trockis. Gute Entscheidung, denn der Regen nimmt wieder zu.

Wir bauen das Gerödel zusammen und beschließen, locker die Rüttlertour zu tauchen. Luft im Rücken und in der Stage, gespielter Gaswechsel auf 21m, bewährte Tabelle. Ich habe mir auf die Rückenseite der Backplate mit Bungeeseil eine Halterung für den Hebesack gewoben und den dort verstaut. Das Auslassventil des Hebesackes liegt in der Falz der Backplate unterhalb des Plate-Bleis und den Karabiner des Hebesackes klinke ich am Hüft-D-Ring ein. Trägt sich einwandfrei, praktisch nicht zu merken. Fragt sich, ob ich das Teil auch so einfach unter Wasser wieder raus bekomme.

Wir tauchen ab und nach wenigen Metern schwimmt eine riesige Forelle unter Joscha durch, der schräg vor mir Richtung taucht. Anschließend schwimmt die Forelle auch auf mich zu, taucht unter mir ab und rempelt mich an. Hm, schon klar, wer hier Chef ist. Die Sicht ist mit ca. 3-5m relativ bescheiden aber angesichts des Wetters OK.

Alles läuft entspannt, wir tauchen fröhlich vor uns hin, sehen jede Menge Fische und Krebse, besuchen die Meisterbude, den Rüttlerkeller und zur Abwechslung mal die schräge Luftblase unter der Schütte. In der Schütte wechseln wir auf die Stage, ich tauche unter dem LKW durch und dann geht es wieder durch den Wald zurück. Diesmal etwas zügiger, damit uns nicht kalt wird. Ich hatte vergessen, mir die dicke Lage Wollsocken und den Nierengurt anzuziehen aber es temperaturtechnisch bleibt alles im Rahmen. Im Wald schwimmen die dicken Brocken um uns herum, teilweise nur wenige Zentimeter vor der Maske entlang, direkt unter uns durch und immer wieder gerne auch mal auf die Lampe zu, um dann kurz vor einer Kollision abzudrehen.

Im Flachbereich, so auf 3-4m kommt dann der spannende Moment, ob ich die Boje hinter dem Rücker hervorbekomme oder nicht. Den Karabiner habe ich mit einem Griff in der Hand, ziehe nach unten und - nix rührt sich. Nochmal leicht ins Hohlkreuz, ziehen nix. Hm. Ich gebe nicht auf, also nochmal. Zärtlich aber sehr bestimmt ziehe ich die Boje nach unten und auf einmal kommt sie ohne nennenswerten Widerstand raus. Feine Sache, ich hätte nicht gedacht, dass das so einfach geht. Zumal ich mit ein wenig Bungee das gleiche habe, wie mit dem "MC storage pack" für 99.-

Als wir die Köpfe aus dem Wasser stecken, lacht uns ein funkelnder Sternenhimmel an, der Wind hat allerdings immer noch nicht nachgelassen aber egal - Hauptsache, wir waren im Wasser.

Wieder mal ein sehr guter und vor allem ein sehr entspannter Tauchgang, der wie üblich mit einem Cafe Latte von BK gekrönt wurde.

04.01.2007 19:33, 88min, 35.36m (13.80m avg.), 7C, Hemmoor plot

Netter Feierabendtauchgang mit Joscha (ich habe aber noch Urlaub, er nicht). Auf dem Weg kurz noch bei Lidl ein Laminiergerät rausgeholt, dann auf die Autobahn und da erstmal auf die Bremse - Stau. Mit leichter Verspätung treffen wir uns auf einem Parkplatz, laden das Gerödel in ein Auto und begeben uns auf Richtung See.

Es regnet, es ist tierisch windig und inzwischen ist es auch stockdunkel, als wir in Hemmoor ankommen. Wir verzichten heute auf Thermacare, haben aber dafür prima Nierengurte dabei, um uns warm zu halten.

Wir haben Luft im D-10 und in der Stage und planen, die Straße vom E1 zum Rüttler zu tauchen und wieder zurück. Entspannte Nummer, wir haben den See für uns. Durch das schlechte Wetter ist alles noch ein wenig düsterer als sonst. Oben sind noch ca. 10m Sicht, aber die nimmt streckenweise auf 5m ab. Wir kaspern am Rüttler gut rum, machen in der Schütte den Wechsel auf die Stage. Diesmal mache ich den Wechsel etwas anders, nämlich erst den Back-up Automaten in den Mund, Primär-Regler wegklippen, Stage checken, Stage atmen. Mit dem Back-up Regler als erstes im Mund geht's wesentlich simpler, der Primär-Regler ist dann bereits verstaut. Während wir durch den Wald unsere Deko abtauchen, probieren wir ein paar neue Handsignale aus, was bei uns jeweils für viel Verwirrung und Erheiterung sorgt. Im Wald sind auch wieder ziemlich dicke Brocken unterwegs, die sich durch unsere Lichtkegel angezogen fühlen.

Das Schießen des Hebesacks läuft einigermaßen, aber es dauert alles viel zu lange. Ich werde beim nächsten Tauchgang ausprobieren, Hebesack und Spool bereits zusammengebaut mitzunehmen. Derzeit spricht für mich nichts dagegen. Wenn ich das nächste Mal an einem Wrack bei Strömung und schlechter Sicht einen Hebesack/Boje setzen muss (weil man z.B. das Schiff losgemacht hat und einen freien Aufstieg machen muss), wird das bereits startfertige Set aus Boje und Spool eher hilfreich sein.

Alles in allem mal wieder eine sehr entspannte Nummer.

2006

Dezember

28.12.2006 13:58, 81min, 44.20m (15.11m avg.), 6C, Hemmoor plot

Nach 20 Tagen endlich wieder im Wasser. Mit Joscha um 11:00 Uhr Richtung Hemmoor gestartet, nicht ohne Kaffee & Croissant von der Tanke. In Hamburg liegt das erste Mal Schnee und ich habe natürlich noch die Sommerslicks auf dem Boliden. Der Schnee wird aber bereits im alten Land weniger. Um 13:00 sind wir dann an der Anmeldung wo uns ein wie immer gut gelaunter Jens Joschas vor Wochen bereits verloren geglaubte Boje reicht. Nette Menschen hatten die offensichtlich abgegeben.

Wir ziehen uns in der Umkleide unsere Klamotten an, da es leicht nieselt. Ich habe heute vor, alles doppelt anzuziehen. Lange Unterhose, Skiunterwäsche, T-Shirt und eine frische Therma-Care als Nierenheizung. Um 14:00 gehen wir ins Wasser, mit Luft im Rücken und einem 30er in der Stage, das wir als Luft betrachten und nur spaßeshalber mitnehmen, um auf 21m den Gaswechsel zu üben.

Wir planen, die Straße runter und dann links den Hang zur Betonbombe zu tauchen. Nichts Heftiges, 15-20 Minuten Deko und dann locker die Rechner sauber machen. So wie die letzten Male auch.

Die Sicht ist ziemlich gut, ein paar dicke Brummer begrüßen uns gleich im Wasser und nach einem kurzen Check geht's den Hang gerade runter. Bei 44m merke ich, dass die Tiefe für das Betonsilo nicht passt, da wir es schon mal nicht gefunden hatten, weil wir einfach ein paar Meter zu tief waren. Da der Seegrund bereits stark abflacht, sind das dann gleich 10m Entfernung.

Da kommt dann auf der Hangseite auch schon das Silo in Sicht. Wir tauchen weiter, genießen die gute Sicht und halten uns so langsam Richtung Hang, wo die Sicht schlagartig auf 1-2m sinkt. Kurze Zeit später kommt das Betonrührteil ins Bild, an dem der Flieger aufgehängt ist. Scheinbar hat es hier einen Kampf gegeben, denn es befindet sich mehr Sediment im Wasser als auf dem Boden. Wir umrunden die Wolken und sofort wird das Wasser wieder Kristallklar. Bei 21m wechseln wir auf die Stage und drehen um. Bei 15m zieht eine riesiger Lachs vor einem schönen Stück Steilwand an uns vorbei.

Als wir bei 5m den Steilhang Richtung Straße hinter uns lassen, sehen wir einen großen Schwarm von ca. 30cm großen Fischen (vermutlich Saiblinge) - ein wirklich toller Anblick.

Nach dem Gaswechsel schieße ich zur Übung noch kurz einen recht flauen Hebesack und dann geht's über BK wieder zurück nach Hause. Toller Tauchtang, und vor allem mal wieder bei Tageslicht! Alles hat gut funktioniert, die Hände und Füße etwas kalt aber insgesamt war es durchaus erträglich.

08.12.2006 19:45, 78min, 42.06m (14.56m avg.), 7C, Hemmoor plot

Feierabend- und TGIF-Tauchgang. Etwas später losgekommen und wie immer ist das Wetter für die Zeit des Tauchens gnädig. Der Himmel ist blau es ist mild und angenehm windig. Wir werfen noch kurz unsere Anmeldung mit der Kohle in den Briefkasten und fahren weiter zum E1, um erstmal das eine oder andere saftig belegte Brörchen aus dem Marktkauf zu vernichten (heute nicht bei "Krassmann" denn wir brauchten noch Hydrationsmaterial fürs P-Valve). Es ist viertel vor acht, als wir unser Zeug zusammen gebaut haben und uns mit den üblichen wärmenden Rückenbinden ins Wasser begeben. In den Stages haben wir EAN30 denn unser O2 dealer hatte nicht mehr viel auf der Pulle. Also haben wir kurzerhand mit Luft aufgetoppt.

Plan ist links runter zum Silo, nicht zu lange auf Tiefe und dann unseren Standardplan nach Luft auszutauchen. Als wir abtauchen, zischen bereits die ersten "Jungs" durchs Bild: Unterarmlange Fische (und ich habe lange Arme), die wir mit unseren Lampen aufscheuchen bzw. anlocken. Auf der Straße in 4-5m Tiefe checken wir uns. Ich merke, dass ich meine Lampe irgendwie unter dem Hüftgurt durchgeführt habe, was nicht Sinn der Sache ist. Joscha entknotet mir kurzerhand, wir machen Bubblecheck und los geht's. Nach kurzer Zeit taucht Joscha auf, ich komme nach etwas Wartezeit hinterher und erfahre, dass sein Handschuh nicht ganz dicht war und Wasser eingedrungen ist. Es ist aber nicht viel und so beschließen wir, auf den EAN50 Plan zu wechseln, die Deko auf 10 Minuten zu begrenzen und ggfs. nach Rechner auszutauchen. Luft haben wir mehr als genug dabei.

Wir tauchen direkt Richtung Seemitte den Steilhang runter, leicht kopflastig läst sich das am besten genießen. Beim Abtauchen düst eine recht stattliche Forelle unter uns längs. Auf 35m schwenken wir leicht nach links und treffen auch schon auf das Silo. Nach ein paar Minuten pfeifen die Rechner und machen uns auf die Dekopflicht aufmerksam. Die Sicht ist sehr gut, wir tauchen fröhlich weiter und dann taucht auch schon der Sockel des Kreidemalwerks aus der Dunkelheit auf. Mit seinen verbogenen Armierungseisen sieht der einem Raumschiff, das komischen Aliens gehört, schon recht ähnlich.

Leider treffen wir aber keine Aliens und so gehen wir dem Hang entlang in Richtung der 21m und ich kritzel auf meine Wetnotes den Vorschlag, die Stages einfach stecken zu lassen und auf Luft zu dekomprimieren. Das erspart etwas Arbeit beim Füllen und mit dem etwas kürzeren Profil passt das auch wunderbar. Joscha antwortet, dass wir es dann so machen und beschwert sich auch noch über meine Schönschrift. Gar nicht so einfach, mit dicken Handschuhen und einem Bleistifstummel etwas Lesbares auf das wasserfeste Papier zu bekommen.

Die Deko und das Austauchen verlaufen gewohnt entspannt. An der 6m-Plattform sehen wir den "Alten". Ein riesiger Zander gleitet unter uns die Straße entlang, als würde er in seinem Revier patroullieren. Wir begegnen immer wieder dicken Brummern, machen noch eine schönen Abstecher durch den Wald und machen uns mit dem gewohnten Cafe-Latte von BK auf den Heimweg.

01.12.2006 18:57, 88min, 35.36m (12.94m avg.), 6C, Hemmoor plot

Nach einer arbeitstechnischen Hammerwoche war es langsam echt mal wieder Zeit, den Kopf unter Wasser zu stecken. Die letzten Wochen ging es nicht - entweder weil ich Mittwochs oder Donnerstags fliegen musste (ist dann immer schlecht, am Vorabend einen netten Dekotauchgang zu machen...) oder weil irgendein anderer Alarm war, der sich nicht verlegen ließ.

Naja, heute hat es endlich wieder mit einem netten Feierabend-Dive geklappt und es war herrlich. Diesmal haben wir uns neben den inzwischen heiss (!) geliebten external Thermacare im Rücken auch noch Teile in die Schuhsohle gesteckt.

Als Plan sind wir unserem EAN50 Standardplan folgend mit dem Tiefenlimit der Meisterbude (36m) die Straße zum Rüttler und zurück. Wir hatten beide das Gefühl, es heute nicht allzusehr krachen lassen zu müssen, daher wurde eher ein seichterer Tauchgang geplant, mit 36er in der Stage. Die Computer wollten wir auf jeden Fall sauber machen und in der Tat kam das auch auf die Minute mit dem 50er Plan hin. Viel Deko hatten wir ohnehin nicht.

Straße runter war herrlich. Ich war sofort buchstäblich komplett "versunken", habe mich nur noch in Zeitlupe bewegt und die Anblicke der bizarren Formen genossen, die aus dem staubigen Schwarz auftauchten, wenn sie in den Schein der Lampe gerieten. Jeder Baum, jeder Stein und jede Muschel hat mich in Begeisterung versetzt. Hin und wieder lag ein kleiner Fisch oder einer, der es noch werden wollte, auf dem Boden rum und schlief. Bei 25m kam eine gespenstische Schicht aus Sedimentschlieren, die wie Nebelschwaden unseren Weg kreuzten. Gleichzeitig wurde es von durchgehen 9-10° deutlich kälter. Die Sprungschicht macht sich also bereits auf den Weg nach unten. Wir haben uns die Meisterbude und den Rüttlerkeller ein wenig angesehen, überall mal reingeleuchtet und sind dann auch schon zur Schütte aufgestiegen, weil die Grundzeit nach 38 Minuten um war. In der oberen Hälfte der Schütte haben wir wie abgesprochen auf die Stage (das simulierte 50er) gewechselt, was dieses Mal auch richtig zackig ging. Die Deko im Wald war, wie die letzten Male so üblich, von dicken Lachsforellen begleitet, die mal wieder schwer gezeigt haben, wer hier Chef ist und wer nicht. Scheinattacken, dichte Schwimm-Manöver und andere Kunststücke wurden in unseren Lichtkegeln gezeigt.

Nach knapp 90 Minuten waren wir wieder oben, leicht fröstelig und mit kalten Zehen. Die Teile in den Schuhsohlen haben nichts gebracht aber den Versuch war's wert. Ein unheimlich entspannender Tauchgang "well within our Limits".

November

13.11.2006 19:00, 90min, 44.50m (15.28m avg.), 7C, Hemmoor plot

Ziemlich blöder und frustrierender Tag in der Firma. Der Regen peitscht andauernd an die Scheiben des Büros und nur eine Sache ist wirklich sicher: Egal wie das Wetter ist, heute Abend wird getaucht! Um 16:00 treffen wir uns dann wie üblich auf dem Firmenparkplatz und ab geht's. Auf der Fahrt reisst der Himmel auf, vereinzelt kann man sogar blauen Himmel (!) erkennen und als wir in Hemmoor ankommen ist es relativ mild und tierisch windig bei grösstenteils klarem Himmel. Wir bauen wie üblich blödelnd unser Zeug zusammen, ziehen die kurz noch erstandenen external Thermacare Teile unter und planen, am E1 links runter unser bewährtes Profil 20@45m, 10@30m zu tauchen - Pressluft im Rücken und 50er in der Stage.

Wir verabreden, den Hang geradeaus mit dem Kopf zur Seemitte runter zu tauchen und treffen unten weder die Betonbombe noch das Betonfundament mit dem Segelflieger (scheinbar haben wir beides recht knapp verpasst...) Der See wirkt heute wie ein Unbekannter, so fremd wirken einige Ecken. Insgesammt bin ich in der tieferen Phase des Tauchgangs recht unruhig und merke, wie ich mehr und mehr Schwierigkeiten bekomme, mich zu orientieren, da der Boden des Sees doch recht gleichförmig aussieht. Der Stress in der Firma und meine sonstige leicht engespannte Verfassung machen sich somit bemerkbar. Ein Blick auf den Kompass zeigt mir, dass ich gerade den Hang in der falschen Richtung vermute. Am Grund des Sees schlafen diverse Fische und wir sehen zu, dass wir niemanden unnötig aufwecken. Wir geben etwas Gas und treffen nach dem Gaswechsel irgendwann den alten Polo auf 16m. Hier wenden wir und dykkern wieder zurück, verfolgt von wild gewordenen Flussbarschen, attackiert von Saiblingen und umkreist von Lachsforellen. Am Badeponton durchqueren wir die Röhre, spielen im Flachbereich noch etwas rum und stecken nach 1,5h die Köpfe aus dem Wasser um von der Milchstraße begrüßt zu werden.

Ein sehr stimmungsvoller Tauchgang, abgerundet durch einem großen Kaffee-Latte (und einem klitzekleinen Crispy-Chicken).

06.11.2006 19:12, 107min, 39.01m (12.81m avg.), 5C, Hemmoor plot

Mit Joscha, EAN37 nach Auftoppen und Luft im Rücken nach Hemmoor. Gleiche Route wie letzte Woche und nach Luftplan getaucht. Die externalThermacare haben wir diesmal vor dem Anziehen geschüttelt und gerubbelt - mit dem Ergebnis, dass sie diesmal richtig geheizt haben. Der Gaswechsel fand diesmal vor dem Rüttler statt, anschließend ging's noch in den Rüttlerkeller, was man auf dem Profil auch sehr schön sehen kann. Die kurzen Deepstops kann man bei der Auflösung auf dem Plot (bedingt durch die Länge des Tauchganges) kaum erkennen. Das Timing muss noch etwas präziser werden aber ansonsten war das schon OK.

Im Schein des (Voll?)Mondes haben wir im Wald wieder unsere Lampen ausgemacht und auch ausgelassen. Das übungsweise Bojeschiessen im Mondschein hatte auch was... Die Reinigung des Fini-Svivels war erfolgreich: Keine Blasen mehr. Die neuen Vysol Handschuhe waren nach dem Ausstauschen auch wieder dicht und die billig-Wetnotes haben Ihre Wassertaufe ebenfalls bestanden.

Highlight - im warsten Sinne - war meine schwer improvisierte 12V Rödel-Lampe. Eine 20Watt Stecksockellampe, mit Lüsterklemmen über 2m Kabel mit einem ausgeschlachtetes Zigarettenanzünderstecker verbunden gab beim Zusammen- und Auseinanderbauen des Tauchgerödels gut Licht.

02.11.2006 19:11, 104min, 42.37m (13.35m avg.), 5C, Hemmoor plot

Feierabendtauchgang mit Joscha. Auf dem Weg noch kurz bei der Tanke eine neue H4 Lampe in den Boliden gepackt (eine war durch) und bei der Apotheke eine Packung external Thermacare als Einweg-Taucherheizung rausgeholt. Am See dann doch gemerkt, dass es langsam echt frisch geworden ist. Der See liegt platt und friedlich vor uns, es ist inzwischen dank "Winterzeit" stockfinster und so planen wir unser bewährtes Profil: Einmal vom E1 zum Rüttler und zurück.

Alles läuft wunderbar, ich merke nur bereits beim Abtauchen, dass meine Füsse etwas kalt sind - Ungewöhnlich. Die linke Maskenhälfte beschlägt regelmäßig aber ansonsten geht's entspannt an der Meisterbude vorbei zur Treppe, durch die Streben des Treppengerüstes hindurch und von dort den Hang hoch am Rüttler vorbei nochmal zur Meisterbude, wo wir in Theken-Manier die Capri-Sonnen vernichten. Das Zeug ist nur leider inzwischen so kalt geworden, dass es sich nicht so schnell trinken lässt und ausserdem kühlt man durch das kalte Getränk subjektiv stark aus. Nach einer kurzen Stärkung geht's dann weiter durch die Schütte zum Gaswechsel auf's 50er und weiter am LKW vorbei zum Hang. Dabei verbummeln wir ein wenig die Zeit uns sind wir 4 Minuten hinter dem Plan. Macht aber nichts, da wir das Profil sowieso nicht ausgereizt haben. Im Wald machen wir irgendwann die Lampen aus und stellen fest, dass es durch den Mond unter Wasser ausreichend hell ist, um ohne Lampe weiter zu tauchen. Man kann mit ein bischen Mühe sogar die Instrumente in 5m Wassertiefe ablesen.

Das Mondlicht scheint durch das Wasser und man kann seine eigenen Blasen als Schatten aufsteigen sehen. Die dicken Saiblinge ziehen als große dunkle Schatte Kreise um uns, teilweise so dicht, dass wir sie berühren. Das Therma-Care Pflaster sorgt für angenehme Wärme am Rücken und nach 104 Minuten stecken wir den Kopf aus dem Wasser und freuen uns über einen intensiven Sternenhimmel.

Am Auto angekommen, spricht mich ein Mann an, fragt mich, ob ich Matthias bin und erzählt mir, wie meine Frau heisst, wie meine Tochter heisst, und noch einiges mehr. Hm, unheimlich, denn ich kenne den guten Mann mal sicher nicht. Nachdem er mich ein bisschen hat schmoren lassen, werde ich aufgeklärt. Ich habe meine Jacke inklusive Palm Pilot im Waschraum hängen lassen, wo wir uns umgezogen hatten. Nach Inspektion der Jacke, des Palms und diversen Telefonaten mit meiner Vewandtschaft - der Nachname kam am häufigsten vor und musste somit zur Verwandtschaft gehören (und der Mann ist nebenbei Polizist und somit berufsbedingt detektivisch veranlagt) - ist dann schließlich geklärt, wer ich bin, welches mein Auto ist und daß die Jacke mir gehört. Ich freue mich, daß er auf uns gewartet hat und darüber, dass mir die Jacke samt Inhalt nicht einfach gezockt wurde. Sehr nett und hilfsbereit!

Die Sache mit den kalten Füßen klärt sich ebenfalls - ich hatte schlicht und ergreifend die Wollsocken vergessen anzuziehen...

Da ich wiederholt leichten Wassereinbruch im linken Handschuh hatte, wird zum nächsten TG kurzerhand ein neues Set "Vy