Title: 02.11.2008 12:58, 50min, 14.94m (11.76m avg.), 13C, Breakwater, Monterey, CA
Endlich mal wieder ins/unter Wasser! Nachdem ich meine
TrockiEinlassVentilWartung durchgefuehrt hatte, muss sich heute zeigen, was Sache ist. Weiterhin habe ich noch ein Stecknadelkopf grosses Loch an meiner linken Schulter geflickt. Das Loch scheint mir beim Auswechseln der Halsmanschette entstanden zu sein, denn es liegt knapp neben dem Dichtungstape und sieht so aus, als ob es von innen durch Abziehen der alten Manschette o.ae. erzeugt wurde.
Nachdem es gestern den ganzen Tag in der SF Bay Area auf das Fieseste den ganzen Tag geregnet hatte (ja, man WIRD weich in Kaliforniern!) schient heute groesstenteils die Sonne bei Fruehlingshaften Temperaturen. MEntal hatte ich mich auf einen Regentag eingestellt und werde so positiv ueberrascht. Zweites Highlight: Ende der Sommerzeit, also eine Stunde laenger schlafen. Sowas ist an einem Sonntag wichtig!
Um 10 hole ich Andy ab, wir holen Fruehstueck bei Starbucks und gondeln die 17 Richtung Santa Cruz und weiter nach Carmel. Die Wellenvorhersage hatte zwar 6-9ft Wellen angesagt, wir wollten uns aber vor Ort selber ein Bild machen. Dort angekommen sehen wir nur ein Auto parken - Schon mal kein gutes Zeichen. Auf dem Weg zum Strand hoere ich bereit die Duenung - Kein gutes Zeichen. Am Strand angekommen sehen wir zwei Taucher, die gerade aus dem Wasser gekommen sind und von denen einer scheinbar etwas verloren hat und und beide sehen nicht gluecklich aus. Definitv kein gutes Zeichen. Hin und wieder donnern Brecher an den Strand, die sich gewaschen haben. Am Gegenueberliegenden Ende der Bucht donnern Brecher auf die Felsen, die mindestens 3m hoch sind. Alles in allem gibt es hier heute keinen Grund, den Helden zu machen und so beschliessen wir recht schnell, unser Glueck am St. Carlos Beach/Breakwater in Monterey zu versuchen.
Dort angekommen finden wir einen erstklassigen Parklatz - Gutes Zeichen! Es ist relativ leer, wenig Tauchkurse und eine ziemlich ruhige Bucht lachen uns im Sonnenschein an. So soll es also sein.
Wir beschliessen, an der Kaimauer entlangzutauchen, auf der diverse fette Seeloewen faul in der Sonne rumliegen und teilweise ziemlich laut den Dicken machen. Wir schwimmen an der Oberflaeche bis ungefaehr an diese Stelle und tauchen ab.
Das Wasser ist hier ueberall so zwischen 8m und 13m tief und mit Anemonen und sonstigem Kleinkram bestueckt, Sicht ist so ca. 5m. Als wir in ca. 12m Tiefe am Fuss der Kaimauer ankommen, tobt das Leben um uns herum. Kelpstraenge ragen zur Oberflaeche, in jeder Spalte der Kaimauer steckt irgendein Fisch. Ich sehe handtellergrosse, gelbe Nacktschnecken, sehr grosse Krebse, Garnelen.
Nach einer Weile gibt mir Andy ein Zeichen, er hat etwas Grosses gesehen. Kurz darauf schiesst ein Seeloewe aus dem Nebel und mustert uns neugierig. Er schwimmt um uns herum, haellt inne, mustert uns erneut und zieht nach einem weiteren halben Bogen Richtung Oberflaeche davon. Hm, das war ja schonmal nicht schlecht. Das Teil war schon recht stattlich.
Ein paar Minuten spaeter taucht wieder ein Seeloewe auf, er kommt von schraeg oben und ich halte seine Kontur erst fuer eine Qualle. Dann sehe ich, dass er genau auf mit zuschwimmt und knapp vor mir abdreht. Er schwimmt um uns herum und mustert uns neugierig. Dann kommen auf einen Schlag immer mehr Seeloewen, sechs, acht, ueber zehn Stueck. Nach ein paar Minuten sind wir wieder allein und werden auf dem Rueckweg spaeter nur noch sporadisch von Seeloewen umtaucht. Spektakulaerer Tauchgang.
Was die
TrockiEinlassVentilWartung und das Flicken des Loches an der Schulter angeht: Beides war erfolgreich, ich bin staubtrocken geblieben.
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MatthiasWientapper - 2008-11-03 02:10 GMT in
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